Motorsport Formel1
Todt: "Michael wird nie für anderes Team fahren"

Ferrari-Teamchef Jean Todt glaubt an ein Karriereende Michael Schumachers bei der Scuderia. "Es ist zu spät. Michael wird nie mehr für ein anderes Team fahren - wenn er weiterfährt", meinte der 60-Jährige.

Für Ferrari-Teamchef Jean Todt wird der siebenmalige Weltmeister Michael Schumacher seine Formel-1-Karriere nur bei der Scuderia ausklingen lassen. "Wenn ich lese, dass Michael Schumacher demnächst vielleicht für ein anderes Team als Ferrari in der Formel 1 fahren könnte, ist das kompletter Unsinn", sagte Todt in seinem Interview der Welt am Sonntag: "Es ist zu spät. Michael wird nie mehr für ein anderes Team fahren - wenn er weiterfährt. Vielleicht wäre das vor einigen Jahren noch möglich gewesen, als er noch nicht so sehr in die Ferrari-Familie integriert war."

Zeitpunkt bleibt weiter offen

Über den Zeitpunkt, wann Schumacher bekannt gibt, ob er am Jahresende seine Karriere beendet oder seinen Vertrag bei Ferrari verlängert, wollte Todt aber keine Angaben machen und erklärte die lange Bedenkzeit des 37 Jahre alten Kerpeners auch mit teaminternen Vorgängen.

"Solange bei Ferrari intern noch keine Klarheit darüber herrscht, wie die Kontinuität des gesamten Teams und des Unternehmens in den nächsten Jahren aussieht, wird es extern auch keine verbindliche Aussage geben", sagte der kleine Franzose (Spitzname: Napoleon) und gab zu: "Außerdem macht es mir richtig Spaß, eine angeblich wichtige Information komplett unter Kontrolle zu haben."

"Ferrari tritt an, um Weltmeister zu werden"

Trotz der Probleme bei den ersten drei Saisonrennen vor Schumachers "Heimsieg" in Imola ist für Todt im Rennen um den WM-Titel noch lange keine Vorentscheidung gefallen. "Ferrari tritt 2006 an, um Weltmeister zu werden", meinte Todt. Allerdings dürfe sich sein Team dabei nicht mehr viele Fehler leisten. "In jeder Saison kann man sich nur zwei, drei fehlerhafte Rennen erlauben. Ferrari hat seine Fehler für 2006 nun schon verbraucht", sagte der Franzose: "Wir haben ab jetzt für weitere Fehler keinen Platz. Das trifft für einige unserer Gegner leider nicht zu."

© SID

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