Motorsport Formel1
Vettel fährt auch in Bahrain auf Sieg

Nach seinem Triumph in Shanghai ist Sebastian Vettel der Shootingstar der Formel 1. Diesen Status möchte der Deutsche am liebsten mit einem Sieg in Bahrain untermauern.

Erst musste Regenkönig Sebastian Vettel unzählige Kameras umkurven, dann gab der Shootingstar der Formel 1 den Sieg in der Wüste als nächstes Ziel im Titelkampf aus. "Es ist kristallklar, wofür wir hier sind: "Wir wollen gewinnen. Wenn wir das Ziel nicht hätten, könnten wir gleich zu Hause bleiben", sagte der China-Sieger vor dem Großen Preis von Bahrain am Sonntag (14 Uhr Mesz/live bei Premiere und RTL).

Der Shootingstar wird nach seiner Galavorstellung inzwischen schon von Mercedes und Ferrari umworben. Doch verändert hat er sich nicht - bei seinem ersten Auftritt beim Wüsten-Grand-Prix nahm sich der 21-Jährige in aller Ruhe Zeit, um ein Foto mit einem kleinen Mädchen zu machen.

Und Vettel erzählte auch, dass ihm selbst Formel-1-Boss Bernie Ecclestone nach seinem Triumph in Shanghai angerufen hätte: "Ich war total überrascht und überhaupt nicht darauf vorbereitet. Aber es war eine schöne Anerkennung." Auch viele Fahrer wie Timo Glock hätten fair gratuliert.

"Vielleicht sind wir ein Titelkandidat"

Bei 35 Grad im Schatten und trotz null Chancen auf Regen will Vettel auch in Bahrain auf der Überholspur bleiben: "Ich habe kein Problem mit der Hitze, genau, wie ich keins mit dem Regen habe. Vielleicht sind wir ein Titelkandidat." In der WM-Wertung hat er als Dritter elf Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Jenson Button (Großbritannien) im Brawn.

Ein Sieg würde Vettel zehn Punkte bringen - allerdings hat er seine beiden Erfolge jeweils im Regen geholt. "Regen wäre gut, aber da sind die Chancen hier wohl derzeit nicht so perfekt. Obwohl es vor zwei Wochen bei der Motogp in Katar einen Wolkenbruch gegeben hat", sagt der 21-Jährige grinsend. Vielleicht helfen wieder die beiden Glücksmünzen im Schuh.

Er verweist darauf, dass sein Red Bull auch im Trocknen höchst konkurrenzfähig sei: "Schließlich waren wir zum Auftakt in Australien vor meinem Aus Dritter und haben in China die Pole Position geholt." Chefdesigner Adrian Newey will zudem bis zum Rennen in Monaco einen Doppel-Diffusor nach Brawn-Vorbild in den Red Bull einbauen und Vettels Dienstfahrzeug damit noch schneller machen.

Interesse der "Großen" ist geweckt

Spätestens seine Gala in China hat Vettel zum begehrtesten Piloten im Fahrerlager gemacht. Mercedes-Sportchef Norbert Haug machte dem Heppenheimer schon im vergangenen Winter ein Angebot und legt jetzt nach: "Vettel besitzt enorme Intelligenz und großen Rennwitz - vielleicht kreuzen sich unsere Wege. Er weiß, wir sind Weltmeister, und er will es noch werden." Man arbeite dran, den deutschen Nachfolger des siebenmaligen Weltmeisters Michael Schumacher zu verpflichten.

Vettel ist auch bei Ferrari ein Thema, wo er ab 2011 ein Cockpit als Nachfolger von Kimi Räikkönen (Finnland) oder Felipe Massa (Brasilien) bekommen könnte. Der Deutsche könnte dann ein Dreamteam mit dem zweimaligen Weltmeister Fernando Alonso (Spanien) bilden.

Mateschitz erklärt Vettel für unverkäuflich

Bis Ende 2010 steht Vettel aber bei Red Bull unter Vertrag, und sein Boss Dietrich Mateschitz hat den Hessen für "unverkäuflich" erklärt. Vettel verdient pro Jahr bislang nur geschätzte 3,5 Mill. Euro und hat seinen Vertrag nur mit Hilfe von Vater Norbert selbst ausgehandelt.

Sein ehemaliger Chef bei Toro Rosso, Ex-Formel-1-Pilot Gerhard Berger, glaubt, dass "Sebastian die WM gewinnen kann". Mit 21 Jahren sei er weiter, als alles, was er bisher erlebt habe, meint der Österreicher und vergleicht Vettel schon mit dem vielleicht besten Rennfahrer aller Zeiten: "Diese besondere Gabe war man nur von Ayrton Senna gewohnt".

© SID

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