Motorsport Formel1
Vettels Vorsatz: Nicht rechnen, sondern gewinnen

Bei nur noch vier ausstehenden Formel-1-Rennen ist neben der Schnelligkeit auf der Strecke auch Nervenstärke gefragt. Sebastian Vettel bleibt vor dem Grand Prix in Japan ganz cool.

Vier Rennen, fünf Kandidaten: Der Endspurt im Kampf um den Formel-1-Titel wird mehr und mehr zum Nervenkrimi, doch Sebastian Vettel will sich aus allen Psychospielchen und Rechnereien raushalten. "Ich rechne mir nichts vor, sondern versuche einfach, bei jedem Rennen das Optimum rauszuholen", sagte Vettel vor dem Großen Preis von Japan (Sonntag, 7.00 Uhr Mesz/RTL und Sky) im Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst (SID): "Was zählt, ist auf dem Platz."

Das Optimum wäre ein Sieg, wie ihn Vettel im vorigen Jahr in Suzuka auf der Lieblingsstrecke vieler Formel-1-Piloten in beeindruckender Manier herausgefahren hatte. "Wir waren im letzen Jahr dort sehr gut, von daher sollte es auch dieses Jahr passen", sagte der Red-Bull-Pilot, der vor dem 16. von 19 WM-Läufen als Gesamtvierter mit 181 Punkten 21 Zähler Rückstand auf seinen führenden Red-Bull-Kollegen Mark Webber (202) hat.

Vor Vettel liegen zudem Ferrari-Pilot Fernando Alonso (191) nach den Siegen in Monza und Singapur sowie Mclaren-Fahrer Lewis Hamilton (182). Dessen Teamkollege Jenson Button (177) hat ebenfalls noch alle Chancen auf die erfolgreiche Titelverteidigung. Mit der Antwort auf die Frage, wen von diesen Fahrern er als schärfsten Konkurrenten sehen soll, tut sich Vettel schwer: "Alle vier. Wir haben ja in den letzen Rennen gesehen, wie schnell die Situation sich ändern kann."

Dank des neuen Punktesystems, das dem Sieger 25 Punkte, dem Zweiten aber "nur" 18 garantiert, hat Vettel es immer noch in eigener Hand, Hamilton als jüngsten Weltmeister der Geschichte aus den Rekordbüchern zu verdrängen. Im Idealfall würden ihm drei Siege in den nächsten drei Rennen pünktlich vor dem Saisonfinale in Abu Dhabi am 14. November die erste WM-Führung seiner Karriere bescheren.

Eine Unbekannte in allen Rechnungen ist das Rennen in Südkorea, dessen planmäßige Austragung am 24. Oktober noch immer in den Sternen steht. An der neuen Strecke wird nach wie vor gebaut, der Automobil-Weltverband FIA hat die Abnahme des Kurses inzwischen auf den 11. Oktober verschoben. Dass ihm bei einer möglichen Absage ein Rennen zum Punktesammeln fehlen könnte, damit beschäftigt sich Vettel aber nicht. "Es wird momentan viel über Korea geredet, aber ich habe keine Angst, dass das Rennen dort abgesagt wird, und vorrechnen tue ich mir schon gar nichts", sagt er.

Viel lieber freut er sich auf Suzuka. "Das ist eine der besten Strecken überhaupt. Die Piste liegt mit Spa auf einem Level - eine fantastische Rennstrecke, und das Layout in Form einer Acht ist ausgesprochen cool", schwärmt Vettel: "Die Strecke wirkt natürlich und ist wie gemacht für Formel-1-Autos. Es ist beeindruckend, wie schnell man hier fahren kann."

© SID

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