Motorsport International
Chevrolet und Seat feiern Erfolge

Bei der Tourenwagen-WM in Brands Hatch/England haben Yvan Muller aus Frankreich und der Schweizer Alain Menu ihre ersten Saisonsiege gefeiert. Muller war im Seat siegreich, Menu im Chevrolet.

Seat hat beim fünften Saisonlauf zur Tourenwagen-WM in Brands Hatch/England groß aufgetrumpft und dabei einen Dreifach-Triumph gefeiert. Der Franzose Yvan Muller siegte im ersten der beiden Sprintrennen über 14 Runden vor dem früheren DTM-Piloten Peter Terting aus Kempten und dem Briten James Thompson. Dessen Landsmann Robert Huff gelang in seinem Chevrolet Lacetti bei seinem "Heimspiel" mit Rang vier das beste Saisonresultat.

Im darauffolgenden sechsten WM-Lauf sorgte der Schweizer Alain Menu für den ersten Triumph von General Motors (GM) mit deren bedeutendster Marke Chevrolet in der dreijährigen WM-Historie. "Das ist mein bisher schönster Sieg und ein fantastisches Gefühl", meinte der zweimalige britische Tourenwagen-Meister. Menu verhinderte zugleich einen Vierfach-Triumph von Seat. Hinter dem 42-jährigen Menu mussten sich der Schwede Rickard Rydell, Thompson, Gabriele Tarquini aus Italien und Muller mit den Ehrenplätzen zufrieden geben.

Für BMW gab es nach zuvor drei Saisonsiegen auf der britischen Traditionsrennstrecke nichts zu gewinnen. Die Werksfahrer des Münchner Automobilherstellers hatten wie erwartet nach den bisherigen Erfolgen und dem damit verbundenen reglementbedingten Zusatzgewicht keine Chance auf vordere Plätze.

BMW enttäuscht auf ganzer Linie

Weltmeister und Tabellenführer Andy Priaulx sicherte sich in seinem werksunterstützten BMW 320si mit zwei achten Plätzen nur zwei WM-Punkte. Der Brite, der zu Beginn des zweiten Laufes sogar geführt hatte, fiel in der Tabelle mit 23 Punkten hinter Muller (32), Thompson (25) und Tarquini (24) auf Platz vier zurück.

"Das war für uns ein enttäuschendes Rennwochenende. Wir hatten offensichtlich auf der sehr nassen Strecke weniger Grip als die Konkurrenz. Dies hat auch zum Ausrutscher von Andy Priaulx geführt", meinte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen, der nicht nur wegen des schlechten Wetters bereits an das nächsten Rennen dachte: "Wichtig ist nun für uns, beim Heimrennen in Oschersleben wieder nach vorne zu fahren."

Auch die beiden deutschen BMW-Werksfahrer Dirk Müller (Burbach) und Jörg Müller (Hückelhoven) waren in ihren Schnitzer-320si chancenlos. Dirk Müller belegte die Plätze neun und sechs und rangiert damit an siebter Stelle (18) in der Gesamtwertung. Teamkollege Jörg Müller wurde von Alfa-Pilot Augusto Farfus (Brasilien) abgeschossen und musste vorzeitig aufgeben.

Die nächsten beiden Läufe finden als einziges WM-Gastspiel in Deutschland am 4. Juni in der Motorsport Arena Oschersleben statt.

© SID

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