Motorsport Rallye
Sainz beschert VV Sieg bei Zentral-Europa-Rallye

Der Spanier Carlos Sainz im VW Touareg hat die letzte Etappe der Zentral-Europa-Rallye in Ungarn gewonnen und sich somit den Gesamtsieg vor Stephane Peterhansel gesichert.

Die Premiere der Zentral-Europa-Rallye durch Ungarn und Rumänien hätte für Carlos Sainz und den Wolfsburger Automobilkonzern Volkswagen nicht besser laufen können. Der zweimalige Rallye-Weltmeister sicherte sich den Gesamtsieg. Nachdem sich der Spanier im VW Touareg zuvor zwei Tage lang ein Sekundenduell mit Dakar-Rekordsieger Stephane Peterhansel im Mitsubishi Pajero Evo geliefert hatte, fuhr "El Matador" am Samstag auf der siebten und letzten Etappe letztlich souverän seinen fünften Tagessieg und den Gesamterfolg heraus.

"Das war die härteste und spannendste Rallye, die wir jemals absolviert haben", sagte VW-Motorsportdirektor Kris Nissen. Der Auftakt zur neu geschaffenen Dakar-Serie zeigte sich auf Anhieb als anspruchsvoller Ersatz für die im Januar wegen Terrordrohungen abgesagte klassische "Dakar". "Ich bin überglücklich. In diesem hochklassigen Feld um Sekunden zu kämpfen, war ein hartes Stück Arbeit", sagte Sainz.

Mit 18 Sekunden Vorsprung war Sainz auf das letzte Teilstück über 197 Kilometer mit 155 Kilometer Wertungsprüfung von Veszprem nach Balatonfüred am Plattensee gegangen. Im Ziel lag er dann 2:01 Minuten vor dem Franzosen, der am Samstag mit 1:43 Minuten Rückstand in der Tageswertung den vierten Platz belegte.

VW auch im Rennen um Platz drei vorn

Auch im zweiten Sekundenduell um Rang drei hatte am Ende VW die Nase vorn. Der frühere deutsche Rallye-Meister Dieter Depping (Wedemark) sicherte sich in seinem ersten Wettkampfeinsatz im VW-Werksteam den Podiumsplatz vor dem früheren Ski-Weltcupgewinner und Dakar-Sieger Luc Alphand. Depping fuhr mit Co-Pilot Timo Gottschalk (Berlin) mit lediglich 27 Sekunden Rückstand auf Sainz auf den zweiten Platz der Tageswertung und war damit 47 Sekunden schneller als der Franzose im Mitsubishi. Das bedeutete insgesamt Rang drei mit 6:34 Minuten Rückstand vor Alphand (7:28). VW holte sechs von sieben Tagessiegen. Sechster im Gesamtklassement wurde der Franzose Bruno Saby in einem BMW X3 des X-raid-Teams aus dem hessischen Trebur.

"Mit Platz eins und drei sind wir überglücklich. Das zeigt, welches Potenzial im VW Touareg steckt und dass wir perfekt auf die Dakar 2008 vorbereitet waren. Dort hätten wir ein Wort um den Sieg mitreden können", meinte Nissen. Alle sieben Tagessiege gingen nach Wolfsburg.

Dakar-Rekordsieger Mitsubishi musste sich hinten anstellen. Die Premiere des vom Japaner Hiroshi Masuoka gefahrenen ersten Pajero Evo mit Dieselmotor endete vorzeitig durch einen unglücklichen Zwischenfall, als Beifahrer Pascal Maimon (Frankreich) bei einem Reifenwechsel vom langsam vorbeifahrenden Sainz touchiert wurde und dabei einen Knöchelbruch erlitt.

Neue Rallye echte Herausforderung für die Profis

Insgesamt war die erste Auflage der neuen Rallye mit ihren 1 092 Wertungskilometern und 2 671 Kilometern Gesamtlänge eine echte Herausforderung für die Rallye-Profis und verlangte den Teilnehmern einiges ab. VW beispielsweise verlor gleich zwei seiner vier Werks-Touareg nach spektakulären Überschlägen. Sowohl Mark Miller mit Co-Pilot Ralph Pitchford (USA/Südafrika) als auch Giniel de Villiers und sein deutscher Beifahrer Dirk von Zitzewitz (Südafrika/Karlshof) blieben bei ihren Unfällen ebenso unverletzt wie die ehemalige DTM-Pilotin Ellen Lohr aus Mönchengladbach und Co-Pilotin Antonia de Roissard (Frankreich), die nach einem Überschlag mit ihrem privaten Mitsubishi Pajero in einem Flussbett landeten.

Die Zentral-Europa-Rallye war der Auftakt der neu geschaffenen Dakar-Serie, in der es im Herbst noch eine zweite Veranstaltung in Spanien und Portugal geben soll. Nach der Absage der traditionellen "Dakar" im Januar wegen Terrordrohungen die erste Einsatzchance für die Marathon-Piloten. Die nächste "Dakar" steigt dann im Januar 2009 in Argentinien und Chile.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%