Motorsport
Raikkönen dementiert Gerüchte um Ferrari-Wechsel

Formel-1-Pilot Kimi Raikkönen hat jegliche Gerüchte um einen Wechsel zum Konkurrenten Ferrari dementiert. Der 25 Jahre alte Finne will seinem Rennstall Mclaren-Mercedes jedoch nicht die ewige Treue schwören.

Kimi Räikkönen sieht die Wechselgerüchte um seine Person relativ gelassen, will seinem Rennstall Mclaren-Mercedes jedoch nicht die ewige Treue schwören. "Ich will während meiner Karriere immer im schnellsten Auto sitzen. Im Moment ist das bei Mclaren-Mercedes der Fall, dort habe ich viel Freude und ein verdammt gutes Auto", sagte der Finne in Monza im Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst (sid). Ein Abgang zu Ferrari ist für den "Iceman" derzeit "überhaupt kein Thema".

Über Gerüchte, nach denen er mit der "Scuderia" bereits einen Vorvertrag abgeschlossen haben soll, kann der derzeitige Zweite der WM-Wertung nur lächeln. "Es gibt keinen Vertrag, in keiner Form", sagte der 25-Jährige vor dem Großen Preis von Italien am Sonntag (14.00 Uhr/live bei Premiere und RTL).

Schumacher:"Kimi hat alle Fähigkeiten zum Champion"

Die Dementis ändern aber nichts an der Tatsache, dass der stets so kindlich wirkende Blondschopf mit der leisen Reibeisenstimme der begehrteste Mann der Formel 1 ist. Selbst Weltmeister Michael Schumacher ist voll des Lobes über den Rivalen: "Kimi hat alle Fähigkeiten zum Champion", sagt Schumacher über den mit einer ehemaligen Miss Scandinavia verheirateten Räikkönen.

Auch im Fahrerlager, wo sich der nur 63kg schwere Finne aus Espoo zwischen Glamourgirls und Promis nie so richtig wohl fühlt, schwärmen die Verantwortlichen über das "Jahrhundertalent" (Peter Sauber).

Mclaren-Chef Ron Dennis hat Räikkönen bereits einen Vertrag auf Lebenszeit angeboten, während Renault-Boss Flavio Briatore selbst die Eskapaden des WM-Zweiten von 2003 schätzt. "Die bringen doch frischen Wind in die Formel 1. Die Fahrer sind doch keine Roboter. Vielleicht sollte man Kimi auch vor den Pressekonferenzen einen Drink geben", sagte der Italiener.

Ferrari-Rennleiter Jean Todt macht indes kein Geheimnis daraus, dass er Räikkönen liebend gern als Nachfolger von Michael Schumacher im Ferrari-Cockpit sehen würde. "Kimi hat ein natürliches Talent. Wenn Michael irgendwann mal aufhören sollte, könnte ich mich für Räikkönen entscheiden", meinte Todt unlängst.

Raikkönen mit 20 Mill. Euro per anno Nummer zwei in der Geldrangliste

Allein die Spekulationen über einen Wechsel zu den "Roten" soll Räikkönen Gerüchten zufolge bei Mclaren eine Gehaltserhöhung um sechs auf insgesamt 20 Mill. Euro per anno eingebracht haben. Damit wäre er in seinem fünften Formel-1-Jahr hinter Michael Schumacher (35 Mill. Euro) die klare Nummer zwei in der Geldrangliste.

Bei den "Silberpfeilen" soll der "Iceman" - das Copyright für den Spitznamen liegt bei Dennis - in die Fußstapfen seines berühmten Landsmanns Mika Häkkinen treten. Der jetzige DTM-Pilot hatte 1998 und 1999 die vorerst letzten beiden WM-Titel für Mercedes gewonnen und traut Räikkönen trotz eines 24-Punkte-Rückstandes auf Alonso den Titel in diesem Jahr zu. "Am Ende wird Mclaren besser sein", meint Häkkinen.

© SID

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