Motorsport
Schumacher hofft auf "Sieg für die Moral"

Nach seinem dritten Platz im Training zum Großen Preis von Japan träumt Michael Schumacher sogar vom Triumph im Rennen. "Ein Sieg für die Moral wäre in diesem Jahr natürlich schon noch schön," sagte der Ferrari-Pilot.

Endlich hat der entthronte Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher wieder Grund zur Freude. Nach seinem dritten Platz im Training nimmt der Ferrari-Pilot nun sogar den Triumph beim Großen Preis von Japan ins Visier. "Ein Sieg für die Moral wäre in diesem Jahr natürlich schon noch schön, aber selbst ein Podiumsplatz wäre ein Erfolg", sagte Schumacher nach seiner Gala im Ferrari: "Das Wetter könnte eine entscheidende Rolle spielen, ich liebe ja den Regen."

Ehe der Himmel über Suzuka in den letzten 20 Trainingsminuten seine Schleusen öffnete, hatte Schumacher in 1:31,716 Minuten seinem Nachfolger auf dem WM-Thron eine kleine Niederlage zugefügt. Denn der Spanier Fernando Alonso landete im Renault nur auf Platz acht (1:32,370).

De la Rosa und Zonta vorne

Besser als der 36-jährige Schumacher waren nach den zwei Trainingsstunden am Freitag nur die Testfahrer Pedro de la Rosa (Spanien/1:30,532) im Mclaren-Mercedes und Ricardo Zonta (Brasilien/1:30,682) im Toyota. Beide sind im Rennen am Sonntag (7.00 Uhr Mesz/live bei Premiere und RTL) allerdings nicht startberechtigt.

Die starke Vorstellung schob Tiefstapler Schumacher - sein Ferrari trug erstmals das Olympia-Logo von Turin 2006 - auf den Einsatz von neuen Reifen in der zweiten Trainingsstunde: "Dadurch konnten wir viel Zeit gutmachen. Ich glaube nicht, dass wir große Fortschritte gegenüber den anderen Teams gemacht haben."

Motorplatzer stoppt Räikkönen

Trotzdem war es bemerkenswert, dass auch der WM-Zweite Kimi Räikkönen (Finnland) im zuletzt dominanten Mclaren-Mercedes als Elfter mehr als eine Sekunde hinter dem Deutschen lag. Zudem platzte dem "Silberpfeil"-Piloten zum vierten Mal in dieser Saison der Motor, so dass er beim Rennen zehn Startplätze nach hinten versetzt wird.

"Der Motorschaden wird nun untersucht. Der erste Tag lässt aber keine Rückschlüsse auf das wahre Kräfteverhältnis zu", sagte Norbert Haug. Der Mercedes-Sportchef hofft, das sein Team schon in Japan die zweite Konstrukteurs-WM mit Mclaren nach 1998 gewinnt. Dazu dürfte der zwei Punkte zurückliegende Gegner Renault in Suzuka höchstens zwei Zähler bei einem gleichzeitigen Doppelsieg der "Silberpfeile" holen. Damit wären auch geschätzte acht Mill. Euro mehr an Prämien sicher.

"Schmui II" nur auf Rang zwölf

Den vorzeitigen WM-Triumph des deutschen Autobauers in Japan droht aber ausgerechnet Michael Schumacher zunichte zu machen. "Die Ferrari sind auf der Hausstrecke von Reifenhersteller Bridgestone traditionell stark", sagte auch Ralf Schumacher. "Schumi II" landete beim ersten Test für das Heimrennen seines Toyota-Rennstalls in 1:32,917 nur auf Platz zwölf direkt vor dem besten BMW-Fahrer Mark Webber (Australien). Für zusätzliche Unruhe bei Ralf Schumacher dürften Meldungen sorgen, nach denen sich Toyota für 17 Mill. Euro ein Erstzugriffsrecht auf Vertragsverhandlungen mit Alonso gesichert haben soll.

Zumindest in Japan steht der Weltmeister bislang allerdings im Schatten seines Vorgängers Michael Schumacher. Samstag und Sonntag soll es zudem wieder nass werden, das perfekte Wetter für den "Regenkönig". Sechsmal hat er in Japan bereits gewonnen, auch den letzten regulären Triumph mit Ausnahme des "Skandalrennens" von Indianapolis holte Schumacher vor fast genau einem Jahr in Suzuka. Schumacher: "Suzuka macht immer jede Menge Spaß. Hier ist alles möglich."

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%