Motorsport
Schumacher: "Resignation bringt uns nicht weiter"

Auch nach seinem zehnten Platz beim Ferrari-Heimrennen in Monza will Michael Schumacher nicht aufgeben. "Resignation bringt uns nicht weiter", sagte der entthronte Formel-1-Weltmeister nach dem Großen Preis von Italien.

Nach dem Großen Preis von Italien steht es nun endgültig fest: Michael Schumacher wird seinen Titel als Formel-1-Weltmeister in diesem Jahr nicht verteidigen können. Nach seinem zehnten Platz in Monza stellte sich der Ferrari-Pilot den Fragen der wartenden Journalisten.

Frage: "Seit Monza sind Sie de facto als Weltmeister entthront. Wie groß ist die Enttäuschung?"

Michael Schumacher: "Über dieses Thema braucht man eigentlich gar nicht viel zu reden. Ich hatte es schon vorher ad acta gelegt. Wir waren zwar etwas stärker unterwegs als noch vor zwei Wochen in Istanbul, aber wir sind weiter nicht stark genug und viel zu langsam."

Frage: "Glauben Sie überhaupt noch an eine Besserung?"

Schumacher: "Resignation bringt uns nicht weiter. Man muss realistisch sein. Wir hatten so viele schöne Jahre. Wenn damals die anderen Teams resigniert hätten, wäre ja keiner mehr da. Es fällt nicht schwer, sich zu motivieren. Wir hatten so eine verkorkste Saison, dass man sich ein gutes Rennen wünscht, in dem man die anderen besiegt."

Frage: "Glauben Sie, den dritten Platz in der WM-Fahrerwertung noch bis zum Ende vor Juan Pablo Montoya verteidigen zu können? Das nächste Rennen in Spa ist ja Ihr Lieblingsrennen ... "

Schumacher: "Das ist unrealistisch, dass ich auf dieser Position bleibe. Dazu haben wir einfach nicht die Leistungsstärke. Die Freude auf Spa ist aufgrund unserer Leistungsstärke nicht ganz so groß. Realistisch ist, dass wir in die Punkte kommen."

Frage: "Kann man in Spa auf ein Wunder hoffen?"

Schumacher: "An Wunder darf man prinzipiell nicht glauben, man muss sie sich hart erarbeiten. Ich gehe nicht davon aus, dass wir unsere Möglichkeiten in der Kürze der Zeit bis Spa um 360 Grad rumdrehen könnnen."

Frage: "Kimi Räikkönen hat das Pech offenbar gepachtet. Wie denken Sie über seine Pechsträhne? Kann er Fernando Alonso noch abfangen?"

Schumacher: "Kimi klebt wirklich etwas an den Hacken. Es müsste schon ganz viel passieren, dass Fernando die WM noch aus den Händen gibt. Die Sache ist gelaufen."

© SID

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