Motorsport
Urteile werden erst nach Oschersleben bekannt

Der Automobil-Weltverband FIA wird seine Urteile zum Skandalrennen in Spa/Belgien erst nach dem Rennen in Oschersleben bekannt geben. Alfa-Fahrer Alugusto Farfus bleiben somit die Punkte aus dem Spa-Rennen versagt.

Noch ist das Urteil nicht gesprochen: Der Automobil-Weltverband (FIA) hat überraschend entschieden, die Urteile wegen der Zwischenfälle bei den beiden Skandalrennen zur Tourenwagen-WM in Spa/Belgien erst nach der nächsten Veranstaltung am 28. August in Oschersleben zu fällen.

Das Alfa-Romeo-Werksteam hatte drei Berufungen angekündigt. Den Einspruch wegen der Kollision zwischen Alfa-Werksfahrer Augusto Farfus (Brasilien) und BMW-Werksfahrer Jörg Müller (Hückelhoven) haben die Italiener aber inzwischen wieder zurückgezogen.

Damit bleibt es bei der Disqualifikation für den zunächst vierplatzierten Farfus, der Müller im ersten Rennen kurz vor der Ziellinie beim Kampf um Platz drei in die Boxenmauer abdrängen wollte. Der BMW-Pilot hatte sich mit 22 Tausendstelsekunden Vorsprung durchgesetzt und ebenfalls eine Strafe erhalten. In Oschersleben wird Müller nach dem Qualifying zum zehn Startplätze nach hinten versetzt.

Noch reichlich Spannung im Kampf um WM

Mit der Entscheidung der Sportkommissare, die Kollision in der letzten Runde von Lauf zwei zwischen dem früheren Formel-1-Piloten Gabriele Tarquini (Italien/Alfa) und den BMW-Piloten Antonio Garcia (Spanien) und Dirk Müller (Burbach) als Rennunfall zu werten, sind die Italiener aber ebenso wenig einverstanden, wie mit der Drei-Sekunden-Strafe für den BMW-Privatfahrer Stefano de Aste.

Der Italiener hatte im Chaos der letzten Runde zweimal eine Schikane ausgelassen und zunächst sogar das Rennen gewonnen. Nach einem Protest von Alfa war de Aste auf Platz zwei zurückgesetzt und Fabrizio Giovanardi (Alfa/Italien) nachträglich zum Sieger erklärt worden. Die von den FIA-Sportkommissaren ausgesprochene Zeitstrafe ist nach Meinung von Alfa aber zu gering.

Auch ohne die Entscheidungen am grünen Tisch ist für die Zuschauer in der Motorsport Arena Oschersleben für reichlich Spannung beim einzigen WM-Gastspiel auf deutschem Boden gesorgt. In der WM-Tabelle hat Dirk Müller nach zwölf von 20 Läufen nur vier Punkte Vorsprung vor Giovanardi (61:57). Ebenso knapp geht es in der Herstellerwertung zu, in der die beiden Erzrivalen BMW und Alfa ebenfalls nur durch vier Zähler (159:155) getrennt an der Spitze liegen.

© SID

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