Immobilienpreise
Olympia macht London noch teurer

Die Londoner City ist auf dem Immobilienmarkt ein hart umkämpftes Pflaster – allerdings von Interessentenseite. Preise und Nachfrage sind hoch, ganz anders als im Rest des Landes. Olympia öffnet diese Schere noch weiter.
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LondonOlympia als wirtschaftliches Allheilmittel. Die Spiele in der britischen Hauptstadt sollen nicht nur der schwer angeschlagenen Konjunktur in Großbritannien auf die Sprünge helfen, sondern auch den ohnehin lebhaften Londoner Immobilienmarkt weiter anheizen.

Nach der schlimmsten Rezession seit dem zweiten Weltkrieg ist das Königreich Anfang dieses Jahres wieder zurück in die Rezession gerutscht. Seit etwa einem Jahr dümpelt die Konjunktur beinahe bewegungslos vor sich hin, und die Krise schlägt auch auf den Immobilienmarkt des Königreichs durch. In einer neuen Studie prognostizieren die Berater, von PWC, dass die britischen Hauspreise auch 2015 noch acht Prozent unter ihrem Rekordniveau aus dem Jahr 2007 liegen werden. Berücksichtigt man die Inflation, summiert sich der Preissturz sogar auf 24 Prozent.

Während die Stimmung draußen im Land also düster bleibt, sieht die Lage in London freundlicher aus, und Dank Olympia könnte sie sich noch weiter aufhellen. Es ist vor allem die starke Nachfrage reicher Ausländer nach Luxus-Immobilien, die den Londoner Markt auch während der Krise vor einem Absturz bewahrt hat. Im Mai diesen Jahres stiegen die Hauspreise in der Hauptstadt im Vergleich zum Vorjahr beispielsweise um über sieben Prozent.

Seit dem Höhepunkt der Finanzkrise haben Wohnungen und Häuser aus der Preiskategorie ab einer Million Pfund und im Londoner Zentrum gelegen mehr als ein Drittel an Wert gewonnen. Mehr als 60 Prozent dieser Luxusimmobilien gehen an internationale Investoren. Zum Vergleich: In New York liegt der Anteil ausländischer Käufer nur bei 15 Prozent in Hongkong sind es 25 Prozent.

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