Rio de Janeiro
Drei Reporter bei Angriff auf Medienbus verletzt

Erneut gibt es einen Sicherheits-Zwischenfall bei den Olympischen Spielen. In einem Bus mit Journalisten gehen Scheiben zu Bruch. Noch ist unklar, was die Ursache ist – Steine oder gar Schüsse.

Rio de JaneiroBei einer Attacke auf einen Bus mit Journalisten sind drei Medienvertreter bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro leicht verletzt worden. Der Sprecher des Organisationskomitees, Mario Andrada, bestätigte am Dienstagabend (Ortszeit) entsprechende Berichte der argentinischen Zeitung „La Nación“ und der britischen Nachrichtenagentur PA. Fotos zeigten einen Bus mit einer zerstörten Fensterscheibe, zwei Scheiben auf der rechten Seite wurden bei dem Vorfall Augenzeugen zufolge zertrümmert.

Es sei noch nicht klar, ob ein Stein oder ein Schuss die Ursache sei, sagte Andrada der Deutschen Presse-Agentur. In dem Bus saßen laut Berichten zwölf Journalisten, drei von ihnen wurden laut Andrada durch umherfliegende Splitter leicht verletzt. Die Polizei untersuche den Vorfall. Eine amerikanische Journalistin sagte Berichten zufolge, unter anderem in der französischen Sportzeitung „L'Equipe“, auf Grund der Form des Einschlags könne es sich ihrer Meinung nicht um Steine gehandelt haben, sondern nur um kleinkalibrige Projektile.

Der Bus war auf dem Weg zurück vom Rugby-Stadion im Olympia-Park Deodoro zum Hauptpressezentrum in Barra, als sich der Vorfall in der Nähe der Favela Cidade de Deus (Stadt Gottes) ereignete. Das Militär habe den Bus danach zum Hauptpressezentrum eskortiert, sagte Andrada.

Am vergangenen Wochenende hatte ein Schuss das Pressezeit des olympischen Reitsport-Geländes in Deodoro getroffen. Ein französischer Journalist hatte dort eine Patrone gefunden. Dabei soll es sich um einen Querschläger aus einer nahegelegenen Favela gehandelt haben. Brasiliens Verteidigungsminister Raul Jungmann sagte am Sonntag dem Portal „O Globo“ zufolge, nach bisherigen Ermittlungen habe ein Drogenhändler eine Drohne treffen wollen, die die Favela überflog.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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