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2:2 gegen England: U 21 lässt Zwanziger leiden

Sie ließen ihren obersten Chef lange leiden, doch am Ende zollte Theo Zwanziger dem U-21-Team des DFB höchstes Lob. „Das war exzellent“, sagte der Geschäftsführende DFB-Präsident nach dem dramatischen 2:2 (0:0) der Junioren-Auswahl in Hull gegen Gastgeber England.

dpa HULL. Sie ließen ihren obersten Chef lange leiden, doch am Ende zollte Theo Zwanziger dem U-21-Team des DFB höchstes Lob. "Das war exzellent", sagte der Geschäftsführende DFB-Präsident nach dem dramatischen 2:2 (0:0) der Junioren-Auswahl in Hull gegen Gastgeber England.

Zwanziger hatte ein Nerven aufreibendes Match gesehen. Erst in der 89. Minute hatte der eingewechselte Debütant Roberto Hilbert vom Zweitligisten Spvgg Greuther Fürth dafür gesorgt, dass die Mannschaft von Trainer Dieter Eilts auf dem Weg zur EM-Endrunde 2006 nicht zu Fall kam. Auf den weiterhin ungeschlagenen Gruppenersten (11 Punkte) wartet am 8. August bei den drittplatzierten Polen (8) - England liegt punktgleich mit Deutschland auf dem zweiten Rang - allerdings die nächste schwere Aufgabe. "Wir werden dort versuchen, drei Punkte zu holen", kündigte Eilts bereits an.

Doch bevor der Coach den Blick nach vorn richtete, lobte auch er seine Schützlinge für das siebte Spiel unter seiner Regie ohne Niederlage. Auch wenn das Remis erst sehr spät zustande kam. "Es ist kein Glück, wenn man bis zum Schlusspfiff arbeitet. Wie sich das Team zurückgekämpft hat, verdient höchste Anerkennung", meinte er, "es hat als Trainer auf der Bank unheimlich Spaß gemacht".

So hatte seine Mannschaft den Doppelpack der Engländer binnen drei Minuten durch Darren Bent und Dean Ashton (49./52.) unmittelbar nach dem Führungstor durch Stefan Kießling (48.) weggesteckt. "Wir haben für eine kurze Zeit die Ordnung verloren", sagte Eilts. "Dieser Doppelschlag tat richtig weh", räumte England-Legionär Moritz Volz (FC Fulham) ein.

Schmerzen verspürte auch Torschütze Kießling - allerdings durch eigenes Verschulden. Denn in seinem ersten Spiel von Beginn musste er mit Ersatzschuhen von Torwart Michael Rensing auflaufen. Seine eigenen hatte Kießling im 45 Minuten vom Stadion entfernten Hotel vergessen. "Als ich gemerkt hab, dass ich die Schuhe nicht dabei hab, ist mir das Herz in die Hose gerutscht", erzählte der Nürnberger, der nach dem Spiel kein festes Schuhwerk mehr tragen konnte. Der Grund: In den für ihn zu kleinen Schuhen seines Torwarts hatte er sich Blasen gelaufen. Auf den Spott seines Schlussmanns konterte Kießling: "Der kann froh sein, dass seine Schuhe auch mal ein Tor gemacht haben."

Ebenso wie für Kießling war es auch für Hilbert der erste Treffer in der U 21. "Das erste Mal dabei, ein Tore gemacht - jetzt will ich auch wiederkommen", sagte der Zweitliga-Spieler, der zehn Minuten nach seiner Einwechslung getroffen hatte. "Den Roberto kurz vor Schluss gebracht zu haben freut einen natürlich", meinte Trainer Eilts.

Freude vermitteln aber auch seine Spieler, auf dem Feld und auch außerhalb. "Ich denke, dass das auch den Erfolg ausmacht", meinte Keeper Rensing. Coach Eilts ließe die Zügel schon mal locker, "aber wir wissen, wie weit wir gehen können". Die Mannschaft habe ein großes Ziel vor sich, meinte Rensing. "Und wenn wir so weitermachen, werden wir es auch erreichen."

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