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Sportminister: Programmsponsoring muss bleiben

Der Kampf um die Zukunft des Programmsponsorings bei ARD und ZDF verschärft sich. Berlins Sport-Senator Thomas Härtel fordert erneut eine Ausweitung der Ausnahmeregeln.

Der Kampf um die Zukunft des für den Sport so wichtigen Programmsponsorings bei ARD und ZDF nimmt an Schärfe zu. Knapp drei Wochen vor der Entscheidung hat Berlins Sport-Senator Thomas Härtel die Haltung der Ländervertreter kritisiert und erneut eine Ausweitung der Ausnahmeregeln gefordert.

"Die Sportverwaltung wird sich in diesem Sinne gegenüber der Senatskanzlei für eine Lockerung des Sponsoringverbots zugunsten national und international besonders bedeutsamer Sportveranstaltungen einsetzen", sagte Härtel.

Auf ihrer Konferenz Mitte Oktober hatten die Ministerpräsidenten beschlossen, dass Programmsponsoring laut neuem Rundfunkstaatsvertrag ab dem Jahre 2013 nach 20 Uhr sowie an Sonntagen und Feiertagen wegfallen müsse. Ausnahmen dürften nur Olympischen Spiele und Fußball-Länderspiele bilden.

Wichtige Einnahmequelle

Härtel und die Sportminister-Konferenz (SMK) plädieren dafür, Ausnahmen auch für Events wie Leichtathletik- oder und Schwimmweltmeisterschaften zu dulden. Ein Grund sei, dass das TV-Sponsoring ("Diese Sendung wird präsentiert von ...") für die Austragung von Großereignissen in Deutschland eine wichtige Einnahmequelle darstellt.

Die Ministerpräsidenten scheinen sich vom Protest der Sportminister aber kaum beeindrucken zu lassen. Die Landesfürsten ließen mit Blick auf die entscheidende Sitzung am 15. Dezember erneut durchblicken, dass sie keine weiteren Sonderfälle dulden.

"Es ist ganz klar, dass es keine Ausnahmeregelungen für weitere Sportarten geben wird", sagte Martin Stadelmaier (SPD), Leiter der Staatskanzlei von Rheinland-Pfalz. Auch das Klagen öffentlich-rechtlichen Sender, in Zukunft gewisse Sportveranstaltung ohne Sponsoring nicht übertragen zu können, wies Stadelmaier zurück: "Wenn sich die Sender jetzt dahinter verstecken und sagen, dass sie bestimmte Sportereignisse nicht mehr übertragen könnten, dann ist das ein Witz."



© SID

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