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Am Samstag startet Leichtathletik-WM in Helsinki

Das größte Sportereignis 2005 elektrisiert schon jetzt die Massen - vier Milliarden Menschen werden die Eröffnungsfeier der Leichtathletik-WM am Samstag via TV erleben. Das deutsche Team geht ersatzgeschwächt in die WM.

Das Warten auf das Welt-Sportereignis des Jahres hat ein Ende: Rund vier Milliarden Menschen werden ab Samstag via Bildschirm bei den 10. Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Helsinki den Kampf um 47 Titel und 141 Medaillen verfolgen. 196 Länder sind mit rund 1 800 Athleten im Olympiastadion von 1952 vertreten, das vor 22 Jahren Geburtsstätte der WM war. 17 der 52 deutschen Athleten sind am Wochenende bereits am Start. Kugelstoßer Ralf Bartels gilt am Samstag als Geheimtipp für eine Medaille.

"Je schlechter das Wetter, desto besser für mich. Bei Regen haben die anderen ihre Probleme, vor allem die Drehstoß-Techniker", sagt der Neubrandenburger EM-Dritte, der am Tag vor der Qualifikation vor Kraft und Selbstbewusstsein strotzt. Mit vier 21-m-Resultaten ist der Weltranglistenfünfte in den Kreis der Medaillenkandidaten vorgestoßen. "Aus meiner Sicht ist am Sonntag alles offen, drei bis fünf Leute können gewinnen", sagt der 27-Jährige und lässt erkennen: Er zählt sich selbst dazu.

Weitere Ausfälle nicht befürchtet

"Alle sind fit. Keine weiteren Ausfälle zu befürchten", versichert Eike Emrich, Vizepräsident Leistungssport im Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV), auch mit Blick auf die anderen Finalisten des Wochenendes. "Die Fingerverletzung von Markus Esser ist nicht ganz so schlimm", sagt er zum Missgeschick des Leverkusener 80-m-Hammerwerfers, dessen Kollege Karsten Kobs nach einem Trainingsunfall mit verletzter Schulter zuletzt ebenso ausfiel wie der Berliner U23-Diskus-Europameister Robert Harting mit lädierter Wade.

Finalchancen (erste Acht) haben am Samstag 10 000-m-Läuferin Sabrina Mockenhaupt (LG Sieg), für die es aus eigener Sicht zuletzt im Training "bombastisch" lief, und 20-km-Geher Andre Höhne (Potsdam).

Riedel will ins Diskusfinale

Den Weg ins Diskusfinale 24 Stunden später will sich der fünfmalige Weltmeister Lars Riedel (Chemnitz) ebnen, der nach Problemen mit der Brustwirbelsäule bisher ähnlich wie der Wattenscheider WM-Dritte von 2001, Michael Möllenbeck, keine Medaillenform verriet. "Platz drei bis fünf ist möglich", sagt Trainer Karlheinz-Steinmetz, während Riedel heimlich von Bronze träumt.

Die Qualifikation wartet am zweiten WM-Tag auf Medaillentipp Franka Dietzsch (Neubrandenburg), 1999 Diskus-Weltmeisterin in Sevilla, sowie das diesmal kaum auf Edelmetall gewettete Stabhochsprung-Trio Tim Lobinger (Köln), Danny Ecker und Lars Börgeling (beide Leverkusen).

Während neben Dietzsch vor allem die Olympiazweiten Steffi Nerius (Leverkusen/Speer) und Nadine Kleinert (Magdeburg/Kugel) Chancen auf Edelmetall haben, sagt DLV-Präsident Clemens Prokop auch vor dem Auftakt: "Medaillenprognosen lehnen wir ab. Aber ich bin Optimist, da die bisherige Saison ganz erfolgreich verlief. Was ich mir wünsche, sind viele Saisonbestleistungen unserer Athleten, am besten im Finale."

© SID

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