American Football NFL Europa
NFL macht Europa-Ableger dicht

Laut Informartionen der Berliner Zeitung ist die NFL Europa (Nfle) nach 15 Spielzeiten Geschichte. Die Liga, die zuletzt aus fünf deutschen Teams sowie den Amsterdam Admirals bestand, machte zuletzt großen Verlust.

Nach 15 Spielzeiten stellt die NFL Europa (Nfle) ihren Spielbetrieb ein. Gemäß Informationen der Berliner Zeitung hat der Ableger der US-Profiliga National Football League (NFL) zuletzt jährlich rund 40 Mill. Euro Verlust gemacht. Seit 2005 spielten in der Nfle in den Hamburg Sea Devils, die vor knapp einer Woche als letztes Team den World Bowl gewannen, Rekordmeister Frankfurt Galaxy, Rhein Fire, Berlin Thunder und den Cologne Centurions fünf deutsche Teams. Komplettiert wurde die Liga durch die Amsterdam Admirals.

ie Mannschaften der NFL investierten pro Jahr rund 400 000 Euro in das Europa-Projekt, um ihre Marke außerhalb der USA zu positionieren und Talenten, die in der Heimat nicht zum Zug kamen, Spielpraxis zu vermitteln. Als großer Befürworter der Nfle galt stets der ehemalige NFL-Commissioner Paul Tagliabue, der sein Amt im September vergangenen Jahres an Roger Goodell weitergab. Unter dem neuen Liga-Chef schien den Amerikanern ein weiteres Engagement nun offenbar nicht mehr tragfähig.

20 020 Zuschauer im Schnitt

Dabei hatte sich der Zuspruch für den Europa-Ableger zumindest in Deutschland zuletzt erheblich verbessert. Durchschnittlich 20 020 Fans hatten die Partien in der abgelaufenen Saison besucht und damit für einen Rekord gesorgt. Live-Übertragungen im TV waren allerdings nur im englischsprachigen Spartenkanal Nasn zu sehen.

Die NFL setzt bei ihrer Auslandsvermarktung nun offenbar auf eine andere Strategie. Am 28. Oktober findet in London das erste reguläre Saisonspiel auf europäischem Boden statt. Dabei treffen die Miami Dolphins auf die New York Giants. Dieses Modell soll auch in den kommenden Jahren fortgeführt werden. So beschloss die NFL bis 2011 jährlich bis zu zwei Punktspiele im Ausland auszutragen. Für 2008 gilt auch Deutschland als potenzieller Schauplatz.

© SID

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