American Football NFL
Zum NFL-Start dreht sich alles um Brett Favre

Titelverteidiger New York Giants eröffnet die neue Saison gegen die Washington Redskins. Großes Thema ist aber die Verpflichtung von Star-Quarterback Favre bei den New York Jets.

Der Hype um "Broadway-Brett" stellt sogar den amtierenden Super-Bowl-Champion in den Schatten: Wenn Titelverteidiger New York Giants in der Nacht zum Freitag (1.00 Uhr/live bei Nasn) die Saison der National Football League (NFL) gegen die Washington Redskins eröffnet, ist es nur das Vorspiel für den eigentlichen Höhepunkt des Auftaktwochenendes. Seit Brett Favre im vergangenen Monat bei den New York Jets unterschrieben hat, dreht sich im Big Apple fast alles um den Star-Quarterback.

Mit einem Sieg am Sonntag bei den Miami Dolphins soll Favre den Grundstein für den ersten Titelgewinn der Jets seit 1968 legen. Der damalige Spielmacher Joe Namath galt bis zur Verpflichtung des neuen Heilsbringers als letzter echter Superstar im grün-weißen Trikot, 40 Jahre nach dem Super-Bowl-Triumph scheint nun endlich ein Nachfolger gefunden. "Mit einem Spieler wie Brett in der Mannschaft hat man das Gefühl, dass alles möglich ist", meint Namath, dessen Spitzname "Broadway" von den Fans bereits an Favre weitergegeben wurde.

"Wir haben viel mehr Selbstvertrauen und fühlen uns stark"

"Auch Brett kann die vergangenen 40 Jahre nicht auslöschen. Aber er hat uns den Glauben zurückgegeben. Wir haben viel mehr Selbstvertrauen und fühlen uns stark", sagt Jets-Tight-End Chris Baker.

20 000 Trikots mit Favres Namenszug wurden allein in den ersten 48 Stunden nach der Verpflichtung des Quarterbacks verkauft, über 10 000 Fans kamen zu seinem ersten Training. Sogar Bürgermeister Michael Bloomberg ließ es sich nicht nehmen, den Hoffnungsträger persönlich zu begrüßen. Es ist nun an Favre, der in der kommenden Saison umgerechnet 8,3 Mill. Euro einstreicht, etwas zurückzugeben.

Dabei wollte der Quarterback den Saisonauftakt eigentlich im heimischen Fernsehsessel verfolgen. Nach 16 Jahren im Trikot der Green Bay Packers hatte er seine Karriere im März für beendet erklärt. Das Feuer schien erloschen, der Körper zwickte, im Alter von 38 Jahren sollte es eine neue berufliche Herausforderung sein. Doch loslassen konnte Favre dann doch nicht.

Die Packers, mit denen der dreimalige Liga-MVP 1997 den Super Bowl gewonnen hatte, wollten ihn nicht mehr und setzen stattdessen auf den 14 Jahre jüngeren Spielmacher Aaron Rodgers. Also ging es für Favre nach wochenlangem Transfer-Hickhack zu den Jets. Außerhalb New Yorks werden das Comeback und der Wechsel eher kritisch gesehen: Der Oldie hatte keine Saisonvorbereitung, muss sich an ein neues System und ein anderes Umfeld gewöhnen.

"Ich bin sicherlich nicht zurückgekehrt, um mich auf dem Feld verprügeln zu lassen. Ich habe noch immer das Gefühl, dass ich eine Mannschaft führen und besser machen kann", meint Favre trotzig und verspricht: "Ich bin in New York nur aus einem einzigen Grund: Ich will siegen." In der vergangenen Saison gewannen die Jets nur vier ihrer 16 Spiele und verpassten die Play-offs.

Patriots, Colts und Cowboys Titelkandidaten

Außerhalb des Big Apples werden vor allem Vizemeister New England Patriots, die Indianapolis Colts und die Dallas Cowboys als Titelkandidaten gehandelt. Besonders die Patriots um den rechtzeitig zum Saisonstart von einer Fußverletzung genesenen Star-Spielmacher Tom Brady haben eine Rechnung offen. In der vergangenen Spielzeit gewannen sie bis zum Super Bowl 18 Partien in Folge und verloren dann gegen die Giants.

© SID

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