Armstrong gewinnt das Zeitfahren um St. Etienne
Ullrich fährt aufs Podium

Lance Armstrong holt auf der 20. Etappe der Tour de France doch noch seinen Einzel-Etappensieg und Jan Ullrich fährt mit toller Leistung noch auf das Podium. Pechvogel des Tages war der Däne Mickael Rasmussen, der mehrere Defekte und Stürze erlebte.

HB SAINT ETIENNE. Lance Armstrong ließ es zum Abschied mächtig krachen, Jan Ullrich sicherte sich Rang drei, Mickael Rasmussen erlebte einen richtig schwarzen Tag und Ivan Basso zitterte sogar noch um seinen zweiten Platz im Gesamtklassement. Der Rekordsieger aus Texas war seiner Zeit auch am Samstag wieder voraus und holte seinen ersten diesjährigen Etappensieg 23 Sekunden vor Ullrich. "Für mich ging es heute um den Etappensieg und Platz drei", sagte Ullrich, "leider habe ich den Tagessieg um 23 Sekunden verpasst." Dennoch war er "mit der Tour zufrieden, weil ich mir die ganze Sache nach den beiden Stürzen auch aus dem Krankenhaus hätte ansehen können. Ich hatte großes Glück."

Das Zeitfahren in St. Etienne über 55,5 Kilometer war wie die Tour de France im Kleinformat: Armstrong, der sich am Sonntag auf den Pariser Champs Elysées als siebenfacher Toursieger in den Ruhestand verabschieden wird, ließ der Konkurrenz auf der 20. Etappe keine Chance. Er gewann das letzte Zeitfahren seiner Karriere mit einem Stundenmittel von fast 46 Kilometern. "Ich gratuliere Armstrong, er war absolut souverän", erkannte Ullrich die Überlegenheit des Amerikaners an.

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Unglaubliches Pech hatte der von Ullrich im Gesamtklassement überholte Mickael Rasmussen, der zwei Mal stürzte und drei Defekte zu verkraften hatte. Der vor dem Tourstart und in den Vogesen gestürzte Ullrich setzte den Aufwärtstrend der vergangenen Tage fort und kämpfte sich verbissen an Rasmussen vorbei. Der T-Mobile-Kapitän nahm dem Dänen im Bergtrikot 7:24 Minuten ab. Das reichte locker, um nach Rang vier im Vorjahr diesmal in Paris wenigstens auf's Treppchen zu klettern. "Das ist die größte Freude, dass ich das heute trotz meiner zwei Stürze vor und während der Tour noch auf den dritten Platz geschafft habe", sagte Ullrich im Ziel.

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