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Basketball-Bundesliga startet in die neue Saison

Heute startet die neue Saison in der Basketball-Bundesliga mit der Partie EWE Baskets Oldenburg gegen TBB Trier. Einen Top-Favoriten auf die Meisterschaft gibt es nicht - das Gesicht der Liga hat sich verändert.

Wenn heute die Basketball-Bundesliga in ihre neue Saison startet, sind viele Fragen offen. Kann die Bundesliga den Schub des EM-Finales nutzen? Wie schlagen sich die zahlreichen Neuzugänge und wer geht als Favorit ins Rennen? Zum Auftakt treffen heute ab 20 Uhr die EWE Baskets Oldenburg auf den TBB Trier.

18 Tage nach dem sensationellen Einzug der Nationalmannschaft ins EM-Endspiel sind volle Hallen wahrscheinlich - die Karten in der Liga völlig neu gemischt. Insgesamt 92 Zugänge in den 16 Klubs lassen jedenfalls keinen Schluss auf neue Machtverhältnisse zu. "Die Liga ist wie eine große Wundertüte", sagt BBL-Präsident Gottfried Kram: "Es ist vieles drin, aber man weiß nicht, was am Saisonende herauskommt."

Die Klubs nutzten den Aufwind und schlugen auch aufgrund der neuen Ausländerbeschränkung auf dem Spielermarkt reichlich zu. Den Spagat zwischen der Wettbewerbsfähigkeit in den Europapokal-Wettbewerben mit ihren offenen Schranken und der Förderung junger deutscher Spieler versuchen die Vereine und die BBL mit folgender Regelung zu bewältigen: Von mindestens zwei deutschen Akteuren im Kader und einem pro Partie steigt die Quote bis zur Saison 2009/2 010 auf vier pro Team und Spiel.

Trotz der anstehenden Premiere in der Euroleague hielt sich Titelverteidiger GHP Bamberg, Klub von Bundestrainer Dirk Bauermann, nach der ersten Meisterschaft der Vereinsgeschichte zurück. Lediglich die Ausfälle der Langzeitverletzten Steffen Hamann, Hurl Beechum (beide Kreuzbandriss) und Rick Stafford (Sehnenriss im Arm) zwangen zum Handeln. So wurde unter anderem für sechs Wochen Nationalspieler und EM-Teilnehmer Robert Garrett verpflichtet.

Während die Franken mit ihrem Etat von 3,8 Mill. Euro und ihren euphorischen Fans im stets ausverkauften Forum (4 750 Zuschauer) das Halbfinale als vorsichtiges Ziel formulieren, lässt der einstige Abonnement-Meister Alba Berlin an seinen Ambitionen keinen Zweifel. "Wir wollen den Titel", sagt Vizepräsident Marco Baldi. Die "Albatrosse" wollen nach zwei Jahren ohne Meisterschaft auch international wieder ganz oben mitreden "und das Budget bis 2010 auf acht Mill. Euro erhöhen".

Mittelfristig will auch Vizemeister Skyliners Frankfurt wieder in die attraktive Euroleague einziehen. Für Schlagzeilen sorgten die Hessen in der Sommerpause mit der Verpflichtung von Nationalspieler Stefano Garris (Berlin) und einem Sechs-Jahres-Vertrag bis 2011 für Pascal Roller. Im krassen Gegensatz setzt der letztjährige Halbfinalist Giessen 46ers auf Bewährtes (8 Spieler blieben) und verblüfft mit dem bescheidenen Ziel Klassenerhalt.

Einen neuen Anlauf auf den Titel startet Pokalsieger Rheinenergie Köln mit sechs neuen Spielern und einem neuen Trainer. Weltmeister Sasa Obradovic ist mit 36 Jahren der jüngste Coach der Liga, gefolgt von Stephan Harlander (37) vom Neuling Sellbytel Baskets Nürnberg.

Die Franken wollen mit einem Etat von 1,0 Mill. Euro den Klassenerhalt sichern und wie Mitaufsteiger Eisbären Bremerhaven Basketball als emotionales und unterhaltsames Erlebnis präsentieren. Die Eisbären (Etat 1,3 Mio.) setzen auf ein Einzugsgebiet mit rund 2,3 Mill. Einwohnern und steigende Popularität durch Fernsehübertragungen.

Der Pay-TV-Sender Premiere, seit einem Jahr Partner der BBL, wird auch in der kommenden Saison das Topspiel des Tages live übertragen. Den Beginn macht die Partie am Freitag (20.00 Uhr) zwischen Meister Bamberg und Rekord-Champion Bayer Giants Leverkusen - Bundestrainer Bauermann gegen seinen Nationalmannschafts-Assistenten Achim Kuzmann.

© SID

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