Beachvolleyball National
Brink Dieckmann haben Olympia im Blick

Julius Brink und Christoph Dieckmann treten bis Sonntag beim Grand-Slam-Turnier in Berlin an. Doch die Hauptstadt ist für das Duo nur eine Zwischenstation auf dem Weg nach Peking.

Das Grand-Slam-Turnier in Berlin ist für Deutschlands Sandwühler Julius Brink und Christoph Dieckmann nur eine Zwischenstation bei der Mission Olympiagold. Über 60 000 Zuschauer werden beim größten deutschen Beachvolleyballturnier vor dem neuen Hauptbahnhof erwartet, es geht bis Sonntag um insgesamt 600 000 Dollar Preisgeld - vor allem aber um die Vorbereitung auf Peking.

"Berlin ist unser Heimturnier, da wollen wir natürlich besonders gut aussehen. Das Ziel ist wie immer, jedes Spiel zu gewinnen - das gilt natürlich auch für Olympia", sagt Christoph Dieckmann dem sid. Und es ist keineswegs illusorisch, denn bei den letzten drei Weltserien-Auftritten sprangen für das deutsche Topduo zwei zweite Plätze und der Turniersieg in Barcelona heraus.

Geld ist nicht der Antrieb

In der Weltrangliste von 2008 sind sie nach dem dritten gemeinsamen Triumph ihrer Karriere Vierte, 75 500 Dollar Preisgeld sind der bisherige Lohn. In Berlin könnten 43 500 Dollar hinzukommen, doch Geld ist für die beiden Protagonisten der Trendsportart mit heißer Musik und viel Sex Appeal nicht der Antrieb.

"Wir wollen Erfolg haben, Medaillen gewinnen und so mithelfen, dass die Sportart wieder mehr in den Fokus rückt", sagt Julius Brink. 2005 gewann er bei der grandiosen Beach-Weltmeisterschaft in Berlin mit seinem damaligen Partner Kjell Schneider Bronze - doch die Boomzeiten von damals sind Geschichte. RTL gibt es schon längst nicht mehr als Fernsehpartner, und die nationale Beachtour ist nicht viel mehr als ein Kampf der zweiten Garde um spärliche Preisgelder.

"Natürlich würde der Sportart eine Olympiamedaille helfen, und ich bin fest davon überzeugt, dass wir sie holen", sagt Sportdirektor Jörg Ahmann, der als Bronzegewinner 2000 in Sydney mit Axel Hager die bislang einzige deutsche Beach-Olympiamedaille geholt hat. Brink/Dieckmann haben sich mit Trainingslagern in Brasilien, Australien und Fuerteventura in der Olympiasaison in die Form ihres Lebens gebracht.

Im olympischen Qualifikations-Duell um zwei Startplätze gegen die ebenfalls in die Weltklasse aufgerückten Teams David Klemperer/Eric Koreng (Hildesheim/Essen) und Jonas Reckermann/Mischa Urbatzka (Köln) liegen sie klar in Führung. Der Plan für Peking steht - er sieht unter anderem die Hilfe des erfolgreichen Sportpsychologen Lothar Linz vor. Er hatte bei den spektakulären Erfolgen der deutschen Hockeyteams mitgeholfen. "Bei Olympia ist besonders die mentale Stärke wichtig", weiß der 2004 in Athen im Olympia-Viertelfinale ausgeschiedene Dieckmann. Schließlich wollen die beiden Schmetterkünstler jedes Spiel gewinnen - egal, ob in Berlin oder Peking.

© SID

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