Biathlon Weltcup
Deutsche Biathletinnen schießen am Podest vorbei

Die Staffel der deutschen Biathlon-Olympiasiegerinnen ist beim Weltcup in Östersund nur auf dem sechsten Rang gelandet. Den Sieg sicherte sich das Team aus Norwegen vor Frankreich und Weltmeister Russland.

Beim Biathlon-Weltcup in Östersund ist die als großer Favorit angetretene Staffel der deutschen Olympiasiegerinnen nur auf den sechsten Platz gelandet. Martina Glagow aus Mittenwald, Uschi Disl vom SC Moosham, Andrea Henkel aus Großbreitenbach und Kati Wilhelm aus Zella-Mehlis erreichten 1:37,3 Minuten hinter Sieger Norwegen das Ziel. Frankreich (35,6 Sekunden zurück) belegte Platz zwei vor Weltmeister Russland (45,4).

Die Vorentscheidung gegen die deutsche Staffel fiel auf Position zwei. Die mit einem Sprint-Sieg glänzend in die Saison gestartete Uschi Disl musste zwei Strafrunden laufen und fiel von der Spitze weit zurück. "Satz mit X: Das war wohl nix", meinte Disl, die so die Siegträume der deutschen Favoritinnen praktisch im Alleingang zerstörte.

"Vor der Staffel habe ich immer Bammel"

"Nach der Strafrunde im Liegendschießen bin ich in Zugzwang gekommen. Dann ging gar nichts mehr", schilderte Uschi Disl die für ihre Staffel entscheidende Situation. Die Altmeisterin zitterte beim Stehendschießen wie Espenlaub. Auch Kniebeugen halfen nichts. "Vor der Staffel habe ich immer Bammel. Da will man nix versauen und alles besonders gut machen. Jetzt rechne ich damit, nicht mehr in der Staffel laufen zu dürfen und kann nur hoffen, doch noch eine Chance zu bekommen."

Trost für die völlig konsternierte Disl kam von Andrea Henkel. "Wir standen doch alle schon in der Strafrunde drin. Wir wissen, wie beschissen das in einer Staffel ist", meinte die Doppel-Olympiasiegerin, die mit fehlerfreier Schießleistung das Quartett des Deutschen Skiverbandes (DSV) von Platz zwölf auf Platz fünf nach vorne lief.

Den konnte Schlussläuferin Kati Wilhelm nicht halten, weil sie gleich in der ersten Kurve stürzte und sich dabei die Waffe beschädigte. "Nach den Einzelergebnissen hier waren wir die klaren Favoriten. Das war ein schlechtes Omen. Wir können nur versuchen, es beim nächsten Mal besser zu machen", sagte Wilhelm.

Müssiggang reagiert gelassen

Bundestrainer Uwe Müssiggang, der sich für Startläuferin Glagow, Disl, Henkel und Wilhelm und damit gegen Staffel-Olympiasiegerin Katrin Apel (Frankenhain) entschieden hatte, bleib äußerlich gelassen: "Vorne kann man nur mit guten Schießleistungen ankommen. Und das war heute bei uns nicht der Fall." Beim nächsten Rennen am 10. Dezember in Hochfilzen wird der Routinier vermutlich ein anderes Team antreten lassen.

© SID

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