Biathlon Weltcup
Deutsche Damen bei Russlands Sieg Zweite

Das deutsche Damen-Quartett hat sich beim Biathlon-Weltcup in Hochfilzen (Österreich) in der Staffel nur Russland geschlagen geben müssen. Schlussläuferin Kati Wilhelm verpasste den Sieg um wenige Meter.

Die deutschen Biathletinnen sind beim Weltcup in Hochfilzen (Österreich) knapp an ihrem ersten Staffelsieg nach fast zwei Jahren vorbeigeschrammt. Schlussläuferin Kati Wilhelm musste sich im Zielsprint der Russin Natalja Gusewa um knapp drei Meter mit sieben Zehntelsekunden Rückstand geschlagen geben.

Zuvor hatten Martina Glagow (Mittenwald), Andrea Henkel (Großbreitenbach) an ihrem 29. Geburtstag und Staffel-Neuling Magdalena Neuner (Wallgau) das Quartett des Deutschen Skiverbandes DSV in Führung gebracht, doch auf der Schlussrunde war Gusewa stärker. Platz drei ging an Norwegen.

"Warum sollen wir enttäuscht sein?"

"Es war knapp und richtig spannend. Warum sollen wir enttäuscht sein? Vielleicht geht es ja beim nächsten Mal knapp für uns aus. Jetzt können wir trotzdem feiern", sagte Geburtstagskind Andrea Henkel und verabschiedete sich fröhlich Richtung Teamhotel Krallerhof, wo ihre kurzfristig angereisten Eltern mit einer großen Torte warteten. Weil Schlussläuferin Kati Wilhelm (Zella-Mehlis) den Zielspurt gegen die Russin Natalja Gusewa um drei Meter verlor, verpasste Henkel den möglichen Dreifach-Sieg am Pillersee knapp.

Dennoch war die Thüringerin aus Großbreitenbach die überragende Läuferin auf der WM-Strecke von 2005 und schaffte mit Siegen im Sprint und im Jagdrennen den ersten Doppelpack ihrer Karriere. Zudem liegt Henkel in der Gesamtwertung nun mit 204 Punkten schon 26 Zähler vor der Jagd-Zweiten Linda Grubben (Norwegen/178) und darf im Gelben Trikot die dritte Saison-Station in Angriff nehmen. Die heißt wieder Hochfilzen (13. bis 17. Dezember), weil die Österreicher für das unter Schneemangel leidende Osrblie/Slowakei einspringen.

Wilhelm kommt "nicht so richtig ins Laufen"

Sauer auf sich selbst war Kati Wilhelm. "Ich hätte gedacht, dass ich die Gusewa in Schach halten kann. Aber ich bin einfach nicht so frisch derzeit. Ich komme nicht so richtig ins Laufen. Irgendwie ist das nicht meine Strecke hier", entschuldigte sie sich. Die Weltcup-Titelverteidigerin war zuvor zweimal Vierte in Hochfilzen und liegt insgesamt auf Platz drei.

Mit dem ersten Sieg einer deutschen Frauenstaffel seit dem 6. Januar 2005 (Oberhof) klappte es auch deshalb nicht, weil sich die erst 19 Jahre alte Magdalena Neuner im ersten großen Staffelrennen ihrer Karriere klar in Führung liegend eine Strafrunde einhandelte und deshalb die scheinbar schon besiegten Russen wieder aufschließen durften. "Ich war so brutal aufgeregt und habe am ganzen Körper gezittert. Aber es war trotzdem ein tolles Erlebnis", gestand die Junioren-Weltmeisterin und erhielt von Trainer Uwe Müssiggang umgehend Absolution: "Magdalena war mutig und hat nicht lange gezielt. Im Prinzip hat sie alles richtig gemacht."

© SID

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