Biathlon Weltcup
Henkel auch in der Verfolgung nicht zu bremsen

Andrea Henkel hat nach ihrem Sieg im Sprint auch das Verfolgungsrennen in Hochfilzen über zehn Kilometer für sich entschieden. Die deutsche Biathletin gewann vor Linda Grubben und Anna Carin Olofsson.

Andrea Henkel war klitschnass vom Dauerregen, doch den ersten Weltcup-Doppelpack ihrer Karriere genoss die Biathletin trotzdem in vollen Zügen. Einen Tag nach ihrem Sprintsieg und einen Tag vor ihrem 29. Geburtstag gewann die Thüringerin aus Großbreitenbach bei "Grippewetter" in Hochfilzen auch das Jagdrennen und darf weiter das Gelbe Trikot der Gesamtführenden tragen.

Wilhelm auf Rang vier

"Zur Zeit kommt einfach alles zusammen. Ich bin gesund, glücklich, habe bestens trainiert und treffe fast immer. Da kommt schon mal der erste Platz heraus", meinte Andrea Henkel nach ihrem überzeugenden Erfolg bei Dauerregen vor Linda Grubben (Norwegen). Ein einziger Fehler beim letzten ihrer 20 Schüsse riefen bei der Weltmeisterin nur ein Lächeln hervor: "Ich wusste, dass ich viel Vorsprung habe. Klar wollte ich treffen, aber eigentlich war es völlig egal. Da musste ich halt Lachen." Im Gesamtweltcup führt Henkel nun mit 204 Punkten vor Grubben (178) und Kati Wilhelm (Zella-Mehlis/174), die wie schon im Sprint Vierte wurde.

Nach dem Doppelpack-Sieg ist die zweimalige Olympiasiegerin glücklich, in der nächsten Woche nach einmal in Hochfilzen antreten zu dürfen: "Gut, dass wir noch eine Woche hier bleiben. Hier gelingt mir scheinbar alles." Der Weltcup-Zirkus gastiert vom 13. bis 17. Dezember weiter in Hochfilzen, weil die Rennen vom schneelosen Osrblie/Slowakei ins Pillerseetal verlegt wurden - auf Henkels Lieblingsstrecke, auf der sie vor zwei Jahren zur 15-km-Weltmeisterin aufstieg.

Im Gegensatz zu ihrer jubelnden Teamkollegin wäre Kati Wilhelm am liebsten zügig abgereist. "Schon wieder Vierte. Ein Platz neben dem Siegerpodest ist nicht das, was ich mir vorstelle", schimpfte die Sprint-Olympiasiegerin. "Aber das ist auch nicht mein Wetter hier. Ich komme einfach nicht ins Laufen, bin mit mir nicht zufrieden." Mit Startnummer vier schoss die Weltcup-Titelverteidigerin vier Fehler und wurde zum dritten Mal hintereinander Vierte - knapp vor Martina Glagow (Mittenwald), die ebenso überzeugte wie Katrin Apel (Frankenhain) und Magdalena Neuner (Wallgau) auf den Rängen sieben sowie 8.

© SID

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