Biathlon Weltcup
Henkel bei Olofsson-Sieg Dritte

Beim Biathlon-Weltcup in Hochfilzen ist die Siegesserie von Andrea Henkel gerissen. Die zuletzt dreimal erfolgreiche Thüringerin wurde im 7,5-km-Sprint hinter Anna Carin Olofsson (SWE) sowie Sandrine Bailly (FRA) Dritte.

Biathletin Andrea Henkel kletterte nach dem Ende ihrer Siegesserie auch als Dritte zufrieden aufs Podest. Die Thüringerin musste sich im 7,5-km-Sprint von Hochfilzen nach einem Schießfehler mit 41,6 Sekunden Rückstand der Schwedin Anna Carin Olofsson sowie der Französin Sandrine Bailly (32,0 Sekunden zurück) geschlagen geben. Die 20-jährige Kathrin Hitzer (Gosheim) verpasste als Vierte den ersten Podestplatz ihrer Laufbahn knapp.

"Olofsson war mein Tipp. Ich bin froh, dass ich wieder vorn dabei war", meinte Henkel: "Wegen mir hätte die Serie natürlich noch ein bisschen halten können." Ein Wackler beim letzten Schuss kostete sie den möglichen zweiten Rang, Bailly war schließlich ohne Fehler nur 9,6 Sekunden schneller.

Die vom Ruhpoldinger Wolfgang Pichler trainierte Olofsson blieb ohne Fehler und war auch läuferisch zu stark. Die Olympiasiegerin feierte so überlegen den ersten Saisonsieg und den siebten Erfolg ihrer Karriere. In diesem Winter schaffte sie in sieben Rennen drei Plätze auf dem Podium. In der Gesamtwertung rückte die 33-Jährige aus Lillhärdal mit 234 Punkten nun hinter Spitzenreiterin Henkel, die bereits 297 Zähler aufweist, auf Platz zwei vor. Kati Wilhelm (Zella-Mehlis/230 Punkte) lief trotz zweier "Fahrkarten" auf Position sieben und ist insgesamt Dritte.

Bundestrainer Uwe Müssiggang zufrieden

Magdalena Neuner (Wallgau) rundete als Neunte das starke Ergebnis der Schützlinge von Bundestrainer Uwe Müssiggang bei leichten Plusgraden ab. "Das war wieder ein sehr gutes Ergebnis", meinte der Coach. Ein noch besseres war möglich: Die 19-jährige Neuner musste nach dem zweiten Schießen aber gleich drei Strafrunden drehen und fiel zurück.

Hitzer, die 16,7 Sekunden langsamer als die zweimalige Olympiasiegerin Henkel war, verschwendete an Rang drei keinen Gedanken und war glücklich über das beste Ergebnis ihrer noch jungen Laufbahn. "Ich bin wahnsinnig überrascht", meinte sie: "Durch mein Abitur konnte ich doch erst im Juli mit dem Training beginnen, da hatten die anderen schon drei Monate die Grundlagen geschaffen. Es zehrt jetzt schon an den Kräften."

"Ich bin bereit - diesen einen Wettkampf schaffe ich auch noch"

Trotz der anstrengenden letzten Wochen will Henkel vor der Weihnachtspause am Sonntag noch die Staffel mitlaufen. "Ich bin bereit - diesen einen Wettkampf schaffe ich auch noch", meinte die 29-Jährige. Das Krafttraining mache sich jetzt bezahlt: "Ich habe gelernt, dass man nicht unbedingt zum Muskelpaket werden muss, wenn man in diesem Bereich mehr macht."

Nach dem 10-km-Sprint der Männer am Samstag (14.15 Uhr) stehen am Sonntag als letzte Wettbewerbe des Jahres noch die Staffeln auf dem Programm. Dreifach-Olympiasieger Michael Greis (Nesselwang) hatte am Donnerstag im Sprint seinen ersten Erfolg seit den "Gold-Rennen" von Turin gefeiert.

© SID

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