Biathlon WM
Neuner und deutsches Männer-Trio bei WM vorn

Nach dem Sieg mit den Mixed-Staffeln haben sich die deutschen Biathleten Magdalena Neuner und Christoph Stephan bei der Sommer-WM in Oberhof einen weiteren Titel gesichert.

Zweites Rennen, zweiter Sieg: Unter dem stürmischen Jubel von 5 000 Zuschauern haben die Biathleten Magdalena Neuner und Christoph Stephan bei der Sommer-WM in Oberhof einen Tag nach dem Triumph mit der deutschen Mixedstaffel auch die Sprintrennen gewonnen. Bei den Männern feierten die Gastgeber sogar einen Dreifachsieg. Stephan gewann vor Michael Rösch und Christoph Knie.

"Das ist die Krönung eines super Sommers, so wie ich ihn schon seit Jahren nicht hatte. Hoffentlich kann ich dieses Gefühl in den Olympiawinter hinüberbringen", sagte Magdalena Neuner. Die 22-Jährige fügte am Thüringer Rennsteig ihrer beeindruckenden Titelsammlung die WM-Goldmedaillen Nummer 14 und 15 bei (außerdem sechsmalige Weltmeisterin und siebenmalige Junioren-Weltmeisterin im Biathlon auf Schnee) und ist auch am Sonntag im abschließenden Jagdrennen (13.00 Uhr, Männer 11.15/jeweils live in der ARD) die Topfavoritin.

"Schnee und Glühwein-Geruch haben gefehlt"

"Hoffentlich gelingt noch einmal ein gutes Rennen, aber ich bin schon sehr kaputt", schilderte die ehemalige Sportlerin des Jahres Neuner ihre Verfassung nach drei erfolgreichen Wettkampfwochen, in denen sie neben den beiden WM-Siegen auch noch den ersten deutschen Meistertitel (Massenstart) eroberte. Am Ende rettete Neuner 14,7 Sekunden Vorsprung auf Maria Kossinowa (Russland) ins Ziel. Natalja Lewtschenkowa (Moldawien) gewann Bronze. Tina Bachmann (Altenberg) und Sabrina Buchholz (Oberhof) belegten die Ränge zwölf sowie 13.

Lokalmatador Christoph Stephan (Oberhof), der am Ende mit 3,9 Sekunden vor Michael Rösch (Altenberg) und 7,7 Sekunden vor Christoph Knie (Bad Berleburg) gewann, meinte: "War schon super vor dem Publikum. Wir haben gesehen, das wir Richtung Vancouver auf einem sehr guten Weg sind. Wetten würde ich keine auf mich abschließen, aber ich werde auch im letzten WM-Rennen noch einmal volle Knäcke laufen." Zimmerkollege und Freund Rösch ergänzte: "Wir haben den Leuten heute richtig was geboten. Auch wenn der Schnee und der Glühwein-Geruch diesmal gefehlt haben, hat es riesig Spaß gemacht."

© SID

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