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Bob-Bundestrainer Bethge geht es besser

Zwei Tage nach seinem schweren Trainingsunfall befindet sich Bob-Chefbundestrainer Raimund Bethge auf dem Wege der Besserung. Der 58-Jährige muss sich dennoch erst am Montag einer Operation an beiden Beinen unterziehen.

Bob-Chefbundestrainer Raimund Bethge hat seinen Trainingsunfall augenscheinlich gut verkraftet und befindet sich zwei Tage nach dem Crash bereits in einem "sehr guten" Zustand. Die Operation an beiden Beinen in der Unfallklinik Murnau ist dennoch erst für Montag eingeplant. "Es ist besser, einen solchen Eingriff vorzunehmen, wenn die Schwellungen zurückgegangen sind. Außerdem muss davor noch ein Test durchgeführt werden, ob eine Infektion der Haut vorliegt", erklärte Teamarzt Dr. Jochen Wagner (Freising) im Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst (sid): "Es geht ihm sehr gut." Der Mediziner geht von einem Krankenhausaufenthalt von mindestens zwei Wochen aus.

Der 58-jährige Bethge war am Donnerstagabend in Murnau nach seiner Ankunft aus Turin vom Leitenden Oberarzt Dr. Martin Hofmeister, der auch die Operation durchführen wird, in Empfang genommen und begutachtet worden. Laut Wagner muss bei dem Eingriff der rechte Unterschenkel "mit einem Nagel versorgt werden". Momentan wird das Bein mit offenem Bruch durch ein äußeres Metallgestell gestützt. Der dreifache Bruch im linken Sprunggelenk werde bei der OP mit einer Platte stabilisiert.

"Verletzungen sind auf jeden Fall reparabel"

"Die Verletzungen sind auf jeden Fall reparabel", so der Mediziner. Ziel sei es, den Erfolgscoach "so schnell wie möglich der Mannschaft zur Verfügung zu stellen". Sportdirektor Stefan Krauß geht allerdings davon aus, dass Bethge bis zu den Winterspielen in rund zwei Monaten "nicht voll einsatzfähig" sein wird.

Der am Mittwoch von einem Zweierbob auf der Olympiapiste von Cesana umgefahrene Bethge erhalte Tabletten, die die Schmerzen auf "einem ertragbaren Niveau halten". Mit zunächst zwei Gehstöcken werde er schon in einigen Wochen wieder laufen können.

Teamarzt Wagner hatte die Abstimmungen zwischen den Chefärzten im Turiner San Giovanni Bosco Hospital und den Spezialisten der Spezialklinik am Staffelsee koordiniert.

© SID

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