Bob Weltcup
Lange sichert sich erstmals Zweierbob-Gesamtsieg

Andre Lange hat beim Weltcup in Winterberg ein neunter Platz zum Gesamtsieg im Zweier-Weltcup gereicht. Den Tagessieg holte der Russe Alexander Subkow vor Thomas Florschütz.

Andre Lange hat zum ersten Mal in seiner Karriere den Zweier-Weltcup für sich entschieden, die Krone des Saison-Königs kann sich der Bob-Olympiasieger aber noch nicht aufsetzen. Zum Sieg in der Zweier-Gesamtwertung reichte Lange der neunte Rang beim Weltcupfinale in Winterberg. Durch den Tagessieg des Russen Alexander Subkow verpasste der Oberhofer eine Woche vor der Heim-WM in Altenberg allerdings seinen vorzeitigen vierten Sieg im Gesamt-Weltcup nach 2001, 2003 und 2004. "Das war irgendwie zu einfach. Ich musste ja nur 28. werden und bin auf Ankommen gefahren. Morgen wird es allerdings anders zur Sache gehen", sagte Lange.

Am Sonntag wolle er topmotiviert in der Vierer-Konkurrenz angreifen und den Gesamt-Weltcup holen. Es winken nicht nur 30 000 Euro Prämie, sondern auch eine Einladung für erste Testfahrten auf der Olympiabahn für 2010 im kanadischen Whistler Mountain.

Florschütz und Höpfner überzeugen

Thomas Florschütz (Riesa) und Mathias Höpfner (Oberbärenburg) präsentierten sich stark und fuhren hinter Subkow auf die Plätze zwei und drei. "Das habe ich mal gebraucht. Nachdem es zuletzt nicht so lief, bin ich überglücklich", sagte Florschütz. Höpfner haderte zwar ein wenig mit sich, weil die Kurven 13 und 14 des Winterberger Eiskanals ihm immer wieder Probleme machten, war aber letztlich auch zufrieden. Der zweite Podestplatz innerhalb einer Woche stärke ihn im Hinblick auf die WM.

Langes ärgster Widersacher, der Kanadier Pierre Lueders, war nach einem heftigen Streit mit der Teamleitung abgereist, so dass der Deutsche im Kampf um den Gesamtsieg im Zweier praktisch konkurrenzlos war. Verbands-Offizielle wollten Lueders Vorschriften bezüglich der Besetzung seines Bobs machen. Der Olympiazweite verzichtete nach seiner überstürzten Abreise auch auf die WM vom 11. bis 24. Februar in Altenberg.

Durch die Vorbereitungen auf den Saisonhöhepunkt trat Lange in Winterberg auch ohne Stammanschieber Kevin Kuske an. Der dreimalige Olympiasieger bereitete sich mit weiteren deutschen WM-Anschiebern unter der Leitung von Bundestrainer Carsten Embach in Kienbaum auf die Titelkämpfe im Osterzgebirge vor.

Die starken Vorstellungen von Florschütz und Höpfner sowie Kuskes Rückkehr dürften im deutschen Lager große Medaillenhoffnungen geschürt haben. Alle drei deutschen Piloten fahren bei den Titelkämpfen in beiden Konkurrenzen. Für Florschütz wird es die erste WM-Teilnahme überhaupt, Lange ist im kleinen Schlitten Titelverteidiger.

Am Sonntag peilt Lange neben dem Gesamt-Weltcup noch den Titel im Vierer an. In der Wertung liegt er zwei Punkte hinter Subkow. Christoph Langen war 1999 als letztem deutschen Bob-Piloten das Triple gelungen.

© SID

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