Bob WM
Lange hat Gold im Visier

Doppel-Olympiasieger Andre Lange liegt zur Halbzeit der Viererbob-WM in Altenberg mit zwei Bestzeiten klar auf Titelkurs. Matthias Höpfner belegt derzeit Platz zwei.

Besser kann es für Bob-Pilot Andre Lange bei der Viererbob-WM in Altenberg gar nicht laufen: Der 34-jährige Oberhofer war mit seiner Crew in den ersten beiden der vier Läufe insgesamt 1,05 Sekunden schneller als Matthias Höpfner (Oberbärenburg) und steht vor dem achten Titelgewinn seiner Laufbahn. Die Entscheidung fällt am Sonntag (ab 9.00 Uhr).

"Müssen uns voll konzentrieren"

"Noch sind es zwei Läufe, wir müssen uns voll konzentrieren", sagte Lange. Auch Top-Anschieber Kevin Kuske blieb vorsichtig: "Es kann immer etwas schief gehen. Schluss ist erst nach dem vierten Lauf." Der Russe Alexander Subkow ist mit 1,13 Sekunden Abstand Dritter, weitere 15 Hundertstelsekunden zurück folgen zeitgleich Thomas Florschütz (Riesa) und Titelverteidiger Ivo Rüegg aus der Schweiz.

"Ein positiver Halbzeitstand. Über Lange muss ich nicht viel sagen - er hat seine Klasse bewiesen", sagte Cheftrainer Raimund Bethge: "Aber dass Höpf auf Platz zwei liegt war so nicht vorhersehbar. Subkow hat den zweiten Lauf voll daneben gesetzt. Aber die Sache ist noch nicht erledigt."

Der dreimalige Olympiasieger Lange war bereits im Zweier vorn gewesen und könnte seinen zweiten Doppel-Erfolg nach 2003 feiern. Dieses Kunststück schafften erst drei Piloten vor ihm. Außerdem würde Lange im Erfolgsfalle die ewige Bestenliste der WM-Gewinner in der "Königsklasse" mit fünf Siegen allein vor Wolfgang Hoppe anführen.

Schon am Start klar überlegen

Lange, Kuske, Rene Hoppe und Martin Putze waren vor 7 000 Zuschauern mit dem neuen Singer-Bob der Konkurrenz schon am Start klar überlegen. Höpfner verlor da insgesamt fast vier Zehntelsekunden. Der Olympiafünfte schob sich im zweiten Durchgang mit der zweitbesten Zeit an Subkow vorbei und steht vor dem Gewinn seiner ersten WM-Medaille. Im kleinen Schlitten hatte ihn der Olympiazweite im Finale vom Podest verdrängt.

"Wir haben zurückgeschlagen, jetzt haben wir eine gute Ausgangsposition für eine Medaille", freute sich Höpfner. Anschieber Alexander Mann strahlte: "Unglaublich."

Zweier-Vizeweltmeister Florschütz erhielt gegen die von einer gereizten Sehne verursachten Schmerzen im rechten Fuß eine Spritze. Der 30-Jährige konnte laut Cheftrainer Raimund Bethge am Start "nur mit angezogener Handbremse nebenher laufen". Dies könnte am Ende vielleicht eine Medaille kosten. Sein Bruder, Rodel-Weltmeister Andre Florschütz, drückte im Ziel bei schönstem Sonnenschein die Daumen und lobte: "Zwei gute Fahrten."

© SID

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