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Boll in Lüttich mit Sieg und Niederlage

Nach dem 4:1-Auftaktsieg gegen Chuan Chih-Yuan musste Timo Boll beim Weltcup in Lüttich eine 2:4-Niederlage im zweiten Spiel gegen Wladimir Samsonow einstecken. Am Samstag spielt Boll um den Viertelfinaleinzug.

Nach einem durchwachsenen Auftakt muss sich Timo Boll noch steigern: Der Tischtennis-Weltranglistenzweite aus Gönnern muss beim Weltcup in Lüttich um den Einzug ins Viertelfinale bangen. Nach 19 Siegen seit Mitte September in Folge verlor der Doppel-Vizeweltmeister sein zweites Vorrunden-Match gegen den drei Positionen tiefer eingestuften EM-Champion Wladimir Samsonow (Weißrussland) 2:4 (11:8, 13:15, 7:11, 11:9, 8:11, 8:11) und steht damit in seinem letzten Match der Gruppe B am Samstagnachmittag gegen den allerdings als Außenseiter gehandelten Ozeanien-Vertreter William Henzell (Australien) unter Zugzwang. Nach seinem gelungenen Turnierstart mit einem 4:1 gegen den taiwanesischen Weltranglistenzwölften Chuan Chih-Yuan hatte Boll noch auf die vorzeitige Qualifikation für die Runde der besten Acht hoffen dürfen.

"Bei solch einem Turnier kann man nicht erwarten, dass ein Durchmarsch gelingt, dafür sind die Gegner einfach zu hochkarätig", kommentierte Boll seine Auftaktbilanz: "Gegen Chuan hatte ich nach einem schlechten Anfang noch ein gutes Ende, aber gegen Vladi konnte ich mich trotz eines guten Anfangs nicht so steigern, dass ich ihn schlagen konnte."

Prause hofft auf Steigerung im Viertelfinale

Die Strapazen der vergangenen Zeit wollte der 24-Jährige, der im Match gegen den nur drei Positionen tiefer eingestuften Samsonow vor 2000 Zuschauern nach der zerronnenen 1:0-Satzführung immer häufiger mit sich haderte, nicht als Ursache für das Ende seiner Erfolgssträhne anführen. "Ich spüre schon eine gewisse Müdigkeit, und es wird auch von Spiel zu Spiel schwerer. Aber beim Weltcup reißt man sich eben einfach nochmal zusammen."

Bundestrainer Richard Prause erkannte ebenfalls Erschöpfung nicht als Grund für die Niederlage gegen den starken Samsonow an: "Timo hat gegen Chuan alle und gegen Samsonow auch knappe Sätze gewonnen. Das spricht für seine derzeitige Verfassung und sein Selbstbewusstsein. Aber Samsonows Sieg hat nur nochmal gezeigt, dass die Spieler in der Weltspitze alle nah beisammen liegen. Da entscheiden oft nur Nuancen. Wenn Timo ins Viertelfinale kommt, halte ich auch noch eine Steigerung für möglich."

© SID

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