Boxen International
Entthronter Ruiz gibt Coach Stone den Laufpass

Durch seinen skandalösen Auftritt nach der WM-Niederlage seines Schützlings John Ruiz hat sich Boxtrainer Norman Stone um den Job gebracht. Schwergewichtler Ruiz feuerte den Coach, der im Ring für Tumulte gesorgt hatte.

Vorerst "auf eigene Faust" ist der entthronte Box-Weltmeister John Ruiz in der Trainingsarbeit für seinen nächsten Fight unterwegs. Nur fünf Tage nach dem Verlust der WBA-Krone an den Russen Nikolai Walujew hat der US-Amerikaner seinen Trainer Norman Stone entlassen und damit auf die Tumulte unmittelbar nach seiner Punktniederlage in Berlin reagiert. Ruiz erklärte, Stone habe durch seinen skandalösen Auftritt einen "irreparablen Schaden" angerichtet.

"Ruiz-Manager Tony Cardinale hat uns einen Brief geschrieben und sich darin für das Verhalten des Trainers entschuldigt", erklärte Heiko Malwitz, Sprecher von Nikolai Walujews Manager Wilfried Sauerland. Stone hatte sich nach dem Kampf lautstark über die Punktrichterentscheidung beschwert, dem neuen Titelträger den WM-Gürtel entrissen und wurde erst durch den Boxschlag eines Sicherheitsmannes gestoppt.

14. Hochdruckgebiet 2006 heißt "Nikolai"

Derweil hat Walujews Management mit einem originellen Geschenk auf den WM-Sieg seines Schützlings reagiert. Sprecher Malwitz kaufte für rund 300 Euro beim Meteorologischen Institut der Freien Universität Berlin die Namensrechte für das 14. Hochdruckgebiet des kommenden Jahres. Demnach wird der Vorname Nikolai voraussichtlich in der Phase von Ende März bis Mitte April 2006 auf allen Wetterkarten zu lesen sein.

"Zufälligerweise planen wir für diese Zeit auch Nikolais nächsten Kampf", erklärte Malwitz. Zurzeit suche man noch nach dem Gegner. Der erste Verteidigungskampf des 2,13m großen "Riesen aus St. Petersburg" und frisch gekürten Weltmeisters soll entweder in den USA oder in Deutschland stattfinden.

© SID

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