Boxen International
Ex-Box-Weltmeister Arguello ist tot

Alexis Arguello hat laut lokaler Medienberichte in seinem Haus in Nicaragua Selbstmord begangen. Die 57 Jahre alte Box-Legende litt unter Depressionen.

Die nicaraguanische Box-Legende Alexis Arguello ist tot. Wie lokale Medien am Mittwoch berichteten, hat der 57-Jährige offenbar Selbstmord begangen. Arguello habe sich demnach in seinem Haus mit einer Pistole ins Herz geschossen. Von dem Weltmeister in drei Gewichtsklassen war bekannt, dass er unter Depressionen litt. Erst im November 2008 war Arguello zum Bürgermeister der nicaraguanischen Hauptstadt Managua gewählt worden.

Alexis Arguello gehört zu den besten Boxern, die es in den leichteren Gewichtsklassen je gegeben hat. Er war WBA-Weltmeister im Federgewicht von 1974 bis 1976, WBC-Champ im Superfedergewicht von 1978 bis 1980 und Leichtgewichts-Weltmeister der WBC von 1981 bis 1983. Von 90 Kämpfen gewann Arguello 82, 65 davon vorzeitig. Der Normalausleger hat seine Gegner zumeist systematisch mürbe gemacht und dann klassisch ausgeknockt.

Niederlagen machten ihn weltberühmt

Den Höhepunkt seiner Popularität erreichte er paradoxerweise durch zwei Niederlagen. Von den beiden Kämpfen gegen den "Falken" Aaron Pryor (USA) schwärmen die Box-Puristen noch heute. Arguello wurde vom WBA-Champion im Halbweltergewicht in zwei spektakulären Fights jeweils brutal ausgeknockt. Arguello ist Mitglied in der Boxing Hall of Fame.

Bei den Olympischen Sommerspielen in Peking wurde Alexis Arguello die Ehre zuteil, bei der Eröffnungsfeier die Fahne Nicaraguas ins Stadion zu tragen.

© SID

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