Boxen WM
Beyer winkt nach Sieg Vereinigungskampf

Der einzige deutsche Weltmeister Markus Beyer steigt heute Abend in Berlin gegen den Italiener Alberto Colajanni in den Ring um seinen WBC-Gürtel zu verteidigen. Bei einem Sieg winkt Beyer ein Vereinigungskampf.

Supermittelgewichts-Champ Markus Beyer bekommt es auf dem Weg zum erhofften WM-Vereinigungskampf am heutigen Abend (22.10 Uhr/live in der ARD) im Berliner Tempodrom mit dem neun Zentimeter längeren Italiener Alberto Colajanni zu tun. Dem derzeit einzigen deutschen Weltmeister scheinen die Größennachteile nicht sonderlich zu stören: "Er ist groß und unbequem zu boxen. Aber ich boxe gern gegen größere Gegner. Die treffe ich leichter", sagte Beyer vor dem zwölften WM-Kampf seiner Laufbahn. Der 1,76m große Wahl-Kölner gilt trotz der geringeren Reichweite als Favorit. Nur mit einem Sieg darf der WBC-Champ weiterhin auf einen Vereinigungskampf gegen einen Weltmeister eines anderen Verbandes hoffen. "Das wäre schon eine interessante Sache für mich", gibt Beyer zu.

Beyer sieht sich in der Favoritenrolle

Seinen Titel wollte Beyer bereits Anfang Dezember verteidigen, doch eine Verletzung am Knie und eine Meniskus-Operation kamen dem 34-Jährigen in die Quere. Der Rückschlag ließ Beyer kalt, jetzt fühlt er sich topfit für Colajanni. "Die Vorbereitung lief optimal. Ich bin Weltmeister, also bin ich natürlich auch Favorit, da gibt es nichts zu lamentieren", sagte Beyer.

Colajanni gilt als defensiver und flinker Boxer. Für den Italiener ist der Kampf die große Chance, seiner zwar immer noch makellosen, aber international belächelten Bilanz den ersten großen Sieg seiner Profilaufbahn hinzuzufügen. "Ich bin topfit, habe sehr hart und sehr gut trainiert und denke, dass ich gewinnen werde", verkündete Colajanni mit der in der Boxbranche üblichen Zuversicht. Beyer gilt als erster echter Härtetest für den 32-Jährigen, dessen bisherige 18 Profikämpfe allesamt auf italienischem Boden stattgefunden haben.

Beyer nach Sieg über Sheika selbstbewusst

Beyers erfolgreiche Titelverteidigung im September ebenfalls in Berlin gegen Omar Sheika aus den USA bescherte ihm einige neue Fans und noch mehr Anerkennung unter Fachleuten. "Der beste Beyer, den es je gab", titelte das Magazin Boxsport nach dem Punktsieg. Auch Promoter Wilfried Sauerland bekam das gesteigerte Selbstwertgefühl seines Schützlings zu spüren. Beyer liebäugelte mit einem Wechsel in den Hamburger Universum-Stall, ehe er Mitte Dezember seinen Vertrag bei Sauerland doch um zwei Jahre bis Ende 2007 verlängerte.

Schwergewichtler Koz fordert Europameister Vidoz

Im zweiten Hauptkampf des Abends über zwölf Runden fordert Schwergewichtler Cengiz Koc Europameister Paolo Vidoz aus Italien. "Wenn ich meine Schnelligkeit und Explosivität zur Geltung bringen kann, habe ich gute Chancen", sagte der Berliner. Koc winkt ein baldiger WM-Kampf, sollte er Vidoz besiegen. Mit einer Niederlage würde sich der 28-Jährige dagegen vorerst weit von einem großen Titel entfernen.

Der geplante Kampf von Timo Hoffmann, der den EM-Gürtel im Schwergewicht im vergangenen Jahr an Vidoz verloren hatte, musste dagegen kurzfristig abgesagt werden. Sein Gegner Zack Page aus den USA erlitt beim Training eine Verletzung am rechten Ellenbogen.

© SID

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