Boxen WM
Boxer Culcay-Keth und Beblik träumen vom WM-Gold

Die Amateurboxer Jack Culcay-Keth und Ronny Beblik kämpfen heute in Mailand um den Einzug ins Finale. Beide haben in ihrer Gewichtsklasse eine Medaille schon sicher.

Bronze haben sie bereits sicher, jetzt träumen die deutschen Amateurboxer Jack Culcay-Keth und Ronny Beblik bei der WM in Mailand vom Finale und sogar vom Titel. "Wenn man unter die besten Vier gekommen ist, dann muss Gold das Ziel sein. Ansonsten braucht man gar nicht erst anzutreten", sagt der EM-Zweite Culcay-Keth vor seinem Weltergewichts-Halbfinale am Freitag gegen den starken Usbeken Botirjon Machmudow selbstbewusst.

Während das Mega-Talent aus Darmstadt leicht favorisiert in den Kampf geht, ist der Chemnitzer Fliegengewichtler Beblik in der Vorschlussrunde gegen Mcwilliams Arroyo aus Puerto Rico nur Außenseiter. "Aber die Art und Weise, wie sich Ronny bislang durchgeboxt hat, macht Hoffnung", sagt Diagnosetrainer Harry Kappell.

"Ein begnadetes Bewegungstalent"

Die größeren Chancen hat jedoch Culcay-Keth. Der gebürtige Ecuadorianer, der im Alter von fünf Jahren mit seiner Familie nach Deutschland kam, gilt spätestens seit seinem zweiten Platz bei der EM in Liverpool im vergangenen Jahr als großer Hoffnungsträger für das zwischenzeitlich am Boden liegende Amateurboxen in Deutschland. "Er ist ein begnadetes Bewegungstalent und hat eine enorme Explosivität", schwärmt Kappell.

Die bisherigen Auftritte in Mailand zeigten aber auch, dass dem 23-Jährigen noch etwas Erfahrung fehlt. "Manchmal erntet er für seinen Aufwand zu wenig Ertrag", sagt Trainer Kappell: "Wir arbeiten an einem Kampfkonzept, durch das er effektiver boxen kann."

Beblik überrascht alle

Die Schwäche von Culcay-Keth ist die Stärke von Beblik. Der Fliegengewichtler überzeugte in der italienischen Hauptstadt bislang durch seine taktische Disziplin. Kappell: "Er überrascht uns alle."

Angesichts von fünf Viertelfinal-Teilnahmen war der Deutsche Boxsport-Verband (DBV) mit dem Auftritt der neunköpfigen Staffel insgesamt sehr zufrieden. Der Tiefpunkt mit den jeweils medaillenlosen Debakeln bei Olympia in Peking und der WM 2007 in Chicago scheint endgültig überwunden. "Wir sind auf einem guten Weg, aber der ist noch weit", sagt Kappell. Das langfristige Ziel sind zwei Medaillen bei Olympia 2012 in London.

© SID

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