Boxen WM
"Hurrikan" macht viel Wind vor Kampf gegen Sturm

Vor dem heutigen WM-Kampf im Mittelgewicht gegen Titelträger Felix Sturm fällt Herausforderer Randy "Hurricane" Griffin vor allem durch markige Sprüche auf: "Ich bin hier, um ihn auszuknocken", sagt der US-Amerikaner

Vor dem WM-Kampf in Halle/Westfalen zwischen Mittelgewichts-Weltmeister Felix Sturm und Herausforderer Randy "Hurricane" Griffin heute (22.00 Uhr/live im ZDF) machen die beiden Kontrahenten ihren Namen alle Ehre. "Ich denke, es wird ein spektakulärer Kampf. Ich werde alles daran setzen, Weltmeister zu bleiben", verspricht der 28 Jahre alte Titelverteidiger aus Leverkusen.

Sein Gegner aus den USA will da um nichts nachstehen. "Im Ring werde ich zum Biest. Ich werde den Leuten einen tollen Kampf liefern", sagt Griffin, der als Nummer eins der WBA-Rangliste als Pflichtherausforderer gegen Sturm antritt. Seine erste Chance auf den WM-Titel will der 31-Jährige unbedingt nutzen und sich dabei nicht auf ein Kampfrichterurteil verlassen. "Ich bin hier, um ihn auszuknocken", kündigt Griffin vollmundig an.

Doch von solchen Sprüchen lässt sich Sturm vor seinem 31. Profikampf längst nicht mehr beeindrucken. Die Erfahrungen aus zahlreichen Duellen gegen die besten Boxer seiner Gewichtsklasse und nicht zuletzt seine zwei Niederlagen gegen Superstar Oscar de la Hoya (Juni 2004) und den Spanier Javier Castillejo (Juli 2006) haben den gebürtigen Bosnier reifen lassen. "Felix hat gelernt, dem Gegner seinen Kampfstil aufzuzwingen. Er ist vorsichtiger geworden und haut nicht mehr einfach drauf los", meint Sturms Trainer Michael Timm.

Während er bei seiner Punktniederlage vor drei Jahren in Las Vegas gegen "Golden Boy" de la Hoya eindeutig von den amerikanischen Kampfrichtern benachteiligt worden war, wurde Sturm im vergangenen Jahr gegen Castillejo Opfer seiner offensiven Kampfweise. Damals verlor er durch K.o. in der zehnten von zwölf Runden. Das würde ihm heute wohl nicht mehr passieren. "Man muss in den letzten Runden nicht mehr alles riskieren. Dafür sollten auch die Zuschauer Verständnis haben", sagt der WBA-Champion.

Pfiffe trotz Sieg über Castillejo

Dass dies nicht selbstverständlich ist, musste Sturm bei seinem erfolgreichen Rückkampf gegen Castillejo im April in Hamburg erfahren, als er für sein taktisches Boxen angesichts des sicheren Punktsieges gegen Ende des Kampfes ausgepfiffen wurde. Für Coach Timm unverständlich: "Wir wollen, dass Felix als Sieger den Ring verlässt. Manchmal muss man dafür einen Gang herausnehmen."

Gegen Griffin will sich Sturm keinesfalls überrumpeln lassen. "Ich bin auf zwölf Runden eingestellt", sagt er setzt auf seine gute Vorbereitung in den vergangenen Wochen. "Ich weiß, wo meine Stärken liegen und werde diese nutzen." Das Publikum will er schließlich nicht mit einer wilden Schlägerei, sondern seinen boxerischen Qualitäten überzeugen: "Ich habe mich weiterentwickelt und werde den Zuschauern einen großen Kampf bieten."

© SID

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