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Boykott-Drohungen für EM beunruhigen Nowitzki

Wegen der neuen Ausländerregelung in der Basketball-Bundesliga drohen die deutschen Nationalspieler mit einem Boykott der EM im September. Dirk Nowitzki befürchtet aber, sich damit "in den eigenen Fuß zu schießen".

Dirk Nowitzki macht sich Sorgen um die EM und den deutschen Basketball: Deutschlands Superstar befürchtet wegen der neuen Ausländerregelung in der Basketball-Bundesliga (BBL) negative Auswirkungen für die Nationalmannschaft, spricht sich aber gegen den drohenden Boykott der Europameisterschaft in Serbien und Montenegro (16. bis 25. September) aus. Das erklärte der 27-Jährige vom NBA-Klub Dallas Mavericks bei einem Besuch in seiner Heimatstadt Würzburg und überraschte zudem mit der Ankündigung, dass er seine Karriere gerne bei den Texanern beenden würde.

"Ich habe von der Boykott-Androhung gehört. Dass in der ersten Liga quasi keine deutschen Spieler mehr antreten, ist unheimlich schade. Meiner Meinung nach bringt es nichts, dem Verband eins auszuwischen. Wenn wir die EM boykottieren würden, dann würden wir uns in den eigenen Fuß schießen. Ich hoffe, dass es so weit nicht kommen wird", sagte der 27-Jährige, der nach Ende der NBA-Saison mit seinem Klub Dallas Mavericks derzeit in seiner Heimatstadt Würzburg weilt.

Olympia 2008 als "großes Ziel"

Zuletzt waren innerhalb der Nationalmannschaft Stimmen laut geworden, die EM aufgrund der neuen Ausländerregelung zu bestreiken. Ab der kommenden Saison gibt es in der BBL keine Ausländerbeschränkung mehr, deutsche Spieler werden quasi an den Rand des nationalen Basketballs gedrängt. Für Nowitzki eine dramatische Entwicklung im Hinblick auf die Olympischen Spiele in Peking 2008. "Es ist klar, dass mit maximal einem deutschen Spieler in einer Bundesliga-Mannschaft in Richtung Peking nix geht. Das ist die Schuld der Manager", erklärte "Big D", der die Olympischen Spiele in drei Jahren aber dennoch als das "große Ziel" bezeichnete.

Bundesliga-Rückkehr für Nowitzki kein Thema

Nach dem enttäuschenden Abschneiden bei der EM in Schweden und der verpassten Qualifikation für die Olympischen Spiele in Athen im vergangenen Jahr sieht Nowitzki die Nationalmannschaft in der Pflicht. Zwar hat der lange Blonde das vorzeitige Play-off-Aus gegen die Phoenix Suns noch immer nicht wirklich verdaut, doch die EM-Teilnahme im Basketball-Land Serbien und Montenegro hat offenbar die Lust auf Basketball erneut geweckt. "Wir haben bei der EM einen Schritt zurück gemacht, jetzt muss es wieder nach vorne gehen. Zum Auftakt gegen den Olympia-Zweiten Italien anzutreten, ist natürlich ein hartes Los. Aber es ist das wichtigste Spiel. Ein guter Start bedeutet meistens auch ein gutes Turnier", meinte Nowitzki.

Live auf deutschem Parkett können die Nowitzki-Fans ihren Star in den kommenden Jahren ohnehin nur im Dress der Nationalmannschaft bewundern. Der Franke will nicht nur seinen Drei-Jahres-Vertrag erfüllen, sondern will bei den "Mavs" auch seine Karriere beenden. Eine Rückkehr in die Bundesliga ist auch zum Ende seiner Laufbahn ausgeschlossen. "Es ist ein Traum von mir, bei dem Verein meine Karriere zu beenden, bei dem sie auch begonnen hat. Ich möchte mit Dallas unbedingt die Meisterschaft gewinnen. Wenn das bis 30 aber nicht geklappt hat, werde ich den Markt nochmal checken", meinte Nowitzki.

© SID

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