Champions League
Liverpool zieht ins Finale der "Königsklasse" ein

Der FC Liverpool hat durch einen knappen 1:0-Rückspielerfolg gegen den neuen englischen Meister Chelsea London das Finale der Champions League erreicht. Luis Garcia erzielte bereits nach vier Minuten den Siegtreffer.

Der englische Rekordmeister FC Liverpool hat das Millionen-Ensemble des FC Chelsea entzaubert und ist als erstes Team ins Finale der Champions League eingezogen. Die "Reds" um den starken deutschen Nationalspieler Dietmar Hamann bezwangen die "Blues" an der heimischen Anfield Road durch das frühe Tor des Spaniers Luis Garcia (4.) mit 1:0 (1:0) und lösten damit nach dem 0:0 im Halbfinal-Hinspiel das Ticket für das Endspiel am 25. Mai in Istanbul.

Es ist Liverpools erste Finalteilnahme im bedeutendsten europäischen Klub-Wettbewerb seit 20 Jahren und der "Tragödie von Heysel". Der Endspiel-Gegner wird am Mittwoch in der Partie zwischen dem PSV Eindhoven und dem AC Mailand (Hinspiel 0:2) ermittelt.

Chelseas Star-Aufgebot, das im Viertelfinale den neuen deutschen Meister Bayern München ausgeschaltet hatte, musste dagegen drei Tage nach dem Titelgewinn in der englischen Premier League eine herbe Enttäuschung und die erste Saison-Niederlage gegen Liverpool im fünften Aufeinandertreffen hinnehmen. Teammanager Jose Mourinho, der im Vorjahr die Champions League mit dem FC Porto gewonnen hatte, verpasste es damit vorerst, als zweiter Trainer nach Ottmar Hitzfeld (FC Bayern, Borussia Dortmund) mit zwei verschiedenen Klubs ins Finale der "Königsklasse" einzuziehen.

Vor 44.000 Zuschauern in der ausverkauften Kult-Arena der "Reds" erwischten die Gastgeber einen Start nach Maß. In der vierten Minute stocherte Luis Garcia nach einem Pass von Kapitän Steven Gerrard den Ball ins Tor, Chelsea-Verteidiger William Gallas konnte erst hinter der Linie retten.

Danach war Hamann maßgeblich daran beteiligt, dass die Gäste vor der Pause zu keiner einzigen Tormöglichkeit kamen. Der 31-Jährige agierte nach auskuriertem Innenbandriss im Knie in der zentralen Position vor der Abwehr äußerst zweikampfstark, gewohnt abgeklärt und mit guter Übersicht. Die Steilpässe von Chelseas Regisseur Frank Lampard fanden nie das Ziel. Stürmerstar Didier Drogba hatte kaum Aktionen, auch nicht, als sich Liverpool zum Ende der ersten Halbzeit immer weiter zurückzog.

In der zweiten Halbzeit dominierten weiter beide Abwehrreihen, besonders aber die der Mannschaft von Teammanager Rafa Benitez. Chelsea erhöhte den Druck immer mehr, fand aber gegen die Defensive weiter keine Mittel. Erst ein Freistoß von Frank Lampard in der 67. Minute brachte Gefahr, Liverpools Schlussmann Jerzy Dudek war aber auf dem Posten. In der Schlussphase drängte Chelsea dann mit Macht auf den Ausgleich. Sogar Nationalspieler Robert Huth, der ab der 76. Minute für den Kameruner Geremi spielte, tauchte als gelernter Abwehrspieler allerdings vergeblich immer wieder im Sturm auf.

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