Dramatischer Sieg
WM-Krimi mit „Happy End“ für DEB-Team

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat nach einem dramatischen Vorrundenspiel gegen Norwegen die Zwischenrunde der Weltmeisterschaft erreicht. Jetzt will das junge Team die "Großen" ägern.

HB MYTISCHTSCHI. Ein stolzer Trainerhüne, ein riesig erleichterter Sportdirektor und Feierlaune in der Kabine: Nach einer Achterbahnfahrt ist die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft bei der WM in Russland am Ziel ihrer Träume und hat den Klassenverbleib vorzeitig geschafft. Mit dem 5:3 (2:0, 3:3, 0:0) über Norwegen löste die wieder aufgestiegene DEB-Auswahl am Mittwoch in Mytischtschi bei Moskau das Ticket für die Weltmeisterschaft 2008 in Kanada. "Das ist ein Riesenerfolg für uns. Ich bin stolz auf die Mannschaft, die seit fünfeinhalb Wochen die Mission Klassenerhalt in ihren Köpfen hatte", sagte Bundestrainer Uwe Krupp, der nach dem Abstieg 2005 die Auswahl am Tiefpunkt übernommen hatte und im Vorjahr mit einer verjüngten Truppe in Amiens sofort den Aufstieg schaffte.

"Wenn man das alles mitgemacht hat, ist das eine Riesenerleichterung. Die Freude in der Kabine war unglaublich", sagte Franz Reindl, der Sportdirektor des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB).

Reindl blickte schon auf das Jahr 2010 mit Olympia sowie mit der Heim-WM in Köln und Mannheim: "Das war ein Riesenschritt Richtung Vancouver und auch WM 2010." Stürmer Petr Fical erklärte: "Wir bauen Schritt für Schritt für die WM 2010 auf. Das haben wir geschafft, indem wir mit dieser jungen Mannschaft nach Kanada fahren." Dank des Erfolges im entscheidenden Vorrundenspiel entging das deutsche Team zwei Jahre nach dem Fiasko von Österreich dem erneuten Gang in die Abstiegsrunde und zog in die Zwischenrunde ein. Dort ist bereits an diesem Donnerstag (18.15 Uhr) Ex-Weltmeister Tschechien erster Gegner. Es folgen die Partien am Samstag (14.15 Uhr) gegen die USA und am Montag (14.15 Uhr) gegen Weißrussland. Deutschland nimmt aus der Vorrunde aber die Niederlagen gegen Kanada und die Slowakei mit und hat deswegen nur geringe Chancen auf das Viertelfinale.

Das räumte auch Krupp ein. Dennoch sind das Spiel gegen den letztjährigen WM-Sechsten Weißrussland und der Gang von Lettland in die Abstiegsrunde bedeutsam. Die Platzierungen der laufenden WM fließen in die neue Weltrangliste ein, in der Deutschland derzeit nur Zwölfter ist. Jetzt aber gibt es die Chance, sich den ersten Neun zu nähern, die nach der WM 2008 direkt für Olympia qualifiziert sind.

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