sonstige Sportarten
Düsseldorf ist Meilenstein für deutsche Langläufer

In Düsseldorf wollen die deutschen Skilangläufer ab heute die Operation Olympiagold in Angriff nehmen. "Düsseldorf ist ein ganz wichtiger Wettbewerb auf dem Weg nach Turin", sagte Bundestrainer Jochen Behle.

Das Rheinufer in Düsseldorf liegt am Wochenende unter eine dichten Schneedecke. Dabei starten Deutschlands Skilangläufer die Operation Olympiagold. Beim vorgezogenen Auftakt in den Weltcup sollen ohne den erkälteten Star Axel Teichmann, aber mit der wiedererstarkten Olympiasiegerin Evi Sachenbacher zumindest im Teamsprint am Sonntag Podestplätze herausspringen. Als Lohn für einen Platz unter den Top 16 im Einzelwettbewerb heute gibt es ein Flugticket nach Kanada.

Über 200 000 Zuschauer erwartet

"Das große Ziel in diesem Winter sind möglichst viele Olympiamedaillen. Somit ist Düsseldorf für unsere Sprinter schon ein ganz wichtiger Wettbewerb auf dem Weg nach Turin", sagt Bundestrainer Jochen Behle: "Wer sich hier beweist, fliegt mit uns im Dezember für drei Wochen zum Weltcup nach Übersee und kann sich Hoffnungen auf Olympia machen."Über 200 000 Fans werden beim Saisonstart erwartet, der dank 150 LKW-Ladungen Kunstschnee auch bei wenig winterlichen Temperaturen von bis zu 20 Grad möglich ist.

Die größten Chancen auf einen Podestplatz in dem auch in Turin auf dem Programm stehenden Freistil-Einzelsprint sieht Behle bei Staffel-Olympiasiegerin Claudia Künzel. Sie hat genau wie Evi Sachenbacher im Sommer geheiratet, und das Klima in der Damen-Mannschaft, so Behle, sei mit den beiden Ehefrauen wesentlich besser geworden. Sachenbacher befinde sich definitiv auf dem Weg zurück in die absolute Weltspitze.

"In den Teamwettbewerben unter die besten Drei"

Noch zufriedener ist der Langlauf-Chef mit der tollen Form seiner Herren. "Allerdings haben wir keine reinen Sprinter im Team, deswegen wäre ein Einzelplatz unter den Top 16 schon ein Erfolg", meint der Langlaufchef: "Aber in den Teamwettbewerben wollen wir in Düsseldorf bei Damen und Herren auf jeden Fall unter die besten Drei."

Auch ohne Gesamtweltcup-Sieger Teichmann, dessen Verzicht auf Düsseldorf eine reine Vorsichtsmaßnahme ist. Mit Blick auf Olympia ist es wichtiger, dass der Lobensteiner am kommenden Mittwoch mit ins deutsche Trainingslager nach Munio reist und erst beim nächsten Weltcup vier Wochen später in die Saison startet. Behle: "Für ihn wäre Düsseldorf ohnehin nur ein Aufgalopp gewesen. Er läuft im Distanzbereich in einer eigenen Liga und ist unsere größte Hoffnung bei Olympia."

Mehr Höhen-Training

Die schwache Bilanz von zweimal Silber bei der Heim-WM im Februar in Oberstdorf - an beiden Plaketten war Teichmann entscheidend beteiligt - soll in Turin auf jeden Fall verbessert werden. Deshalb wird mit Blick auf die Bedingungen in den Alpen verstärkt in der Höhe trainiert. Behle rechnet sich bei Olympia in beiden Staffelwettbewerben, dem Herren-Teamsprint und den Einzelrennen der Herren, gute Medaillenchancen aus: "Vielleicht kommt ja nach Düsseldorf noch eine Hoffnung dazu."

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%