Eishockey DEL
Eichin: "Die Liga muss verkleinert werden"

Für Thomas Eichin ist die Aufstockung der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ein Fehler. "Die Liga muss verkleinert werden", sagte der Geschäftsführer der Kölner Haie in einem Interview mit dem Haie-Magazin Timeout.

Thomas Eichin hat die Aufstockung der Deutschen Eishockey Liga auf 16 Teams ab 2008 kritisiert. "Wir als Kölner Haie hatten mit Mannheim und Düsseldorf große Vorbehalte gegen diesen Plan. Jetzt leben wir mit der Situation, sehen aber, dass das Konstrukt langfristig ein Rohrkrepierer ist. Es ist an der Zeit zu sagen: Diese Entscheidung war ein Fehler. Die Liga muss verkleinert werden", sagte der Geschäftsführer der Kölner Haie im Interview mit dem Haie-Magazin Timeout.

"Auf- und Abstieg müssen wieder eingeführt werden"

Optimal seien zwölf Teams in der Liga "mit einer starken zweiten Liga als Unterbau. Es muss wieder eine gesunde Verzahnung her. Auf- und Abstieg müssen wieder eingeführt werden. Das gehört zur deutschen Sportkultur dazu", so der ehemalige Fußball-Profi.

Der 40-Jährige hatte bereits angekündigt, bei der nächsten DEL-Gesellschafterversammlung im November ein alternatives Konzept vorstellen zu wollen, bei dem der Auf- und Abstieg wieder eingeführt sowie die Anzahl der Team von derzeit 15 auf zwölf reduziert werden sollen. Dies würde allerdings dem erst 2005 geschlossenen Kooperationsvertrag mit dem Deutschen Eishockey-Bund (DEB) widersprechen; dieser läuft noch bis 2011.

Eichin: "Wir haben aktuell 56 Hauptrundenspiele pro Klub. In der nächsten Saison kommt ein weiteres Team dazu, so dass wir auf 60 Spiele, also 30 Heimspiele kommen. Ohne Pokal, ohne Play-offs. Das ist zu viel. Die Wertigkeit des einzelnen Spiels wird immer geringer. Das hat Auswirkungen auf die Zuschauerresonanz, auf das Medieninteresse, auf Sponsoren." In der DEL steuere man auf 1 000 Meisterschaftsspiele pro Saison zu. Dies könne, so Eichin, auch nicht im Interesse des DEB sein: "Wann sollen Lehrgänge für die Nationalmannschaft stattfinden?"

Eichin fordert weniger Spiele

Der Haie-Geschäftsführer unterstrich zudem nochmals seine Forderung, mehr Rücksicht auf die großen Klubs wie Mannheim, Düsseldorf, Hamburg und Köln zu nehmen. "Es geht darum, die Interessen der Klubs, die die DEL im Wesentlichen zu dem machen, was sie ist, zu stärken. Und das Interesse von Klubs mit großen Hallen heißt: Weniger Spiele. Es ist an der Zeit, die in der Vergangenheit getroffenen Entscheidungen zu überdenken", äußerte Eichin.

© SID

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