Eishockey DEL
Eisbären Berlin holen ersten Sieg im Finale

Im ersten Finalspiel der DEL setzten sich die Eisbären Berlin mit 3:2 gegen die DEG Metro Stars durch. Damit nehmen die Eisbären Kurs auf eine erfolgreiche Titelverteidigung.

Die Eisbären Berlin dürfen dank eines Zittersieges im ersten Play-off-Finale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) von ihrem vierten Meistertitel träumen. Der Titelverteidiger feierte vor 14 200 Zuschauern in der ausverkauften Arena am Berliner Ostbahnhof einen glücklichen, aber letztlich nicht unverdienten 3:2 (2:0, 1:2, 0:0)-Erfolg gegen die DEG Metro Stars und braucht nur noch zwei Siege zum Gewinn seiner vierten deutschen Meisterschaft nach 2005, 2006 und 2008.

In der Neuauflage des Play-off-Finales von 2006 trafen Stefan Ustorf (2.), Nathan Robinson (16.) und Richie Regehr (26.) für die Berliner, die zum fünften Mal in den vergangenen sechs Jahren in der Endspielserie stehen. Es war bereits der zehnte Heimsieg der Eisbären in Serie und der zehnte Erfolg der Hauptstädter in ihren vergangenen elf Play-off-Partien.

DEG wartet seit 1996 auf den Titel

Für den aufopferungsvoll kämpfenden achtmaligen Champion aus Düsseldorf, der seit 1996 auf seinen neunten Titel wartet und zuletzt vor drei Jahren in den Endspielen an Berlin gescheitert war, erzielten Adam Courchaine (23.) mit seinem zehnten Play-off-Tor und Shane Joseph (30.) die zwischenzeitlichen Anschlusstreffer.

"Die Niederlage erschüttert uns nicht. Im ersten Drittel haben wir zu viele Fehler gemacht, aber danach war ich mit unserem Spiel zufrieden", meinte DEG-Trainer Harold Kreis. Sein Berliner Kollege Don Jackson erklärte: "Der Respekt vor Düsseldorf ist groß. Wir haben uns einige leichte Scheibenverluste erlaubt. Aber am Ende zählt der Sieg."

Das zweite Finalspiel der "Best-of-five"-Serie findet bereits am Karsamstag (17.30/live bei Premiere) in Düsseldorf statt. Bei einem weiteren Sieg hätten die Eisbären drei "Matchbälle", um ihren Titel erfolgreich zu verteidigen.

Gastgeber mit starkem Beginn

Die Gastgeber begannen das erste Endspiel mit viel Schwung und profitierten im ersten Drittel von zwei Torwartfehlern: DEG-Goalie Jamie Storr wollte Ustorf vor dem 1:0 den Winkel verkürzen, rutschte aber beim Herauskommen aus und der Eisbären-Stürmer netzte nach Umkurven des Gäste-Tores ungehindert ein. Beim zweiten Treffer der Eisbären ließ Storr einen recht harmlosen Schuss von Andrew Roach nach vorne abprallen und Robinson brauchte nur noch abzustauben.

Nach dem 1:2 durch Courchaines Schlenzer aus kurzer Distanz bewiesen beide Mannschaften im zweiten Drittel, weshalb sie die besten Überzahlteams der Play-offs sind. Erst nutzte Eisbären-Verteidiger Regehr mit einem satten Schlagschuss ein Powerplay-Spiel, ehe Joseph ebenfalls mit einem Mann mehr auf dem Eis traf.

Rob Zepp rettet die Eisbären

In der Folgezeit erhöhte die DEG den Druck und war aggressiver. Dem Vorrunden-Dritten war nicht anzumerken, dass er den Finaleinzug erst nach der maximalen Spielanzahl von zwölf Play-off-Partien perfekt gemacht hatte. Stattdessen musste Berlins Keeper Rob Zepp mehrfach retten. Im Schlussabschnitt hatten die Hausherren zudem Glück, als Play-off-Topscorer Brandon Reid (47.) in Unterzahl allein auf Zepp zulief, aber den Eisbären-Kasten knapp verfehlte.

© SID

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