Eishockey DEL
Freezers von der Rolle - Ice Tigers wieder vorn

Im Heimspiel gegen die Iserlohn Roosters haben die Hamburg Freezers am Sonntag eine bittere 1:5-Niederlage kassiert und die Krise beim Nordklub verschärft. Die Nürnberg Ice Tigers schafften den Sprung an die Spitze.

Die Hamburg Freezers haben ihrem Heimpublikum am 46. Spieltag der Deutschen Eishockey Liga (DEL) erneut eine enttäuschende Darbietung geliefert und im Kampf um die Play-offs einen weiteren Rückschlag erlitten. Das Team des umstrittenen Cheftrainers Bill Stewart unterlag den Iserlohn Roosters 1:5 (0:2, 0:3, 1:0) und rutschte mit weiterhin 59 Zählern auf Tabellenplatz zehn ab.

Duisburg überrascht in Berlin

Mit dem achten Sieg in Folge sind unterdessen die Nürnberg Ice Tigers zurück an die Tabellenspitze gestürmt. Die Franken setzten sich im Spitzenspiel mit 6:3 (2:1, 3:0, 1:2) gegen den Tabellendritten Frankfurt Lions durch und lösten die Eisbären Berlin wieder als Nummer eins ab. Dabei profitierte Nürnberg mit nun 90 Punkten von der 1:2 (0:0, 1:1, 0:0, 0:0, 0:1)-Heimpleite des Ex-Meisters (89) im Penaltyschießen gegen Schlusslicht Füchse Duisburg.

Den sechsten Erfolg in Serie feierte Titelverteidiger Adler Mannheim (73). Mit dem 3:2 (0:1, 0:1, 2:0, 1:0) nach Verlängerung gegen die Hannover Scorpions behauptete der DEL-Rekordmeister hinter den spielfreien Kölner Haien (81) den fünften Tabellenplatz.

Durch den unmgefährdeten Sieg in Hamburg haben die Iserlohn Roosters einen weiteren großen Schritt Richtung Play-offs gemacht. Mit 72 Zählern setzten sich die Sauerländer, die seit dem Aufstieg 2000 noch nie die Meisterrunde erreichten, vorerst unter den ersten Sechs fest, die sich direkt für die Play-offs qualifizieren. Ihre Chancen auf die Vor-Play-offs wahrten die DEG Metro Stars (55). Die Düsseldorfer besiegten den Aufsteiger EHC Wolfsburg mit 3:1 (1:1, 0:0, 2:0), blieben allerdings auf dem elften Rang.

Einen Rückschlag mussten die Krefeld Pinguine (63) hinnehmen. Der Ex-Meister unterlag 2:5 (1:2, 1:2, 0:1) bei den Straubing Tigers. Der ERC Ingolstadt (60) punktete dagegen im bayerischen Derby gegen die Augsburger Panther mit 7:6 (2:2, 1:3, 3:1, 1:0) nach Verlängerung doppelt.

Vor 4 695 Zuschauern im ausverkauften Wellblechpalast dauerte es bis zur 37. Minute, bis Stefan Ustorf die Duisburger Führung durch Daniel Tkaczuk (23.) ausglich. Tkaczuk verwandelte den entscheidenden Penalty für die Duisburger, die zuvor fünfmal in Folge verloren hatten.

Laporte voll des Lobes

Beim zehnten Heimsieg in Serie hatten die "Eistiger" nur zu Beginn Probleme mit den Gästen aus Frankfurt, die durch ein Eigentor von Colin Beardsmore in Führung gingen (6.). Der Treffer wurde Jeff Heerema zugeschrieben. Doch nach dem Ausgleich durch Sean Brown (15.) sorgte Greg Leeb mit einem Dreierpack fast im Alleingang für die Vorentscheidung: Seine drei Tore (18./33./35.) sowie der 34. Saisontreffer von Ahren Spylo (27.) brachten die Nürnberger mit 5:1 in Führung.

"Das zweite Drittel war eines unserer besten in dieser Saison", meinte Trainer Benoit Laporte und lobte sein Team: "Diese Mannschaft ist sehr stolz, sie akzeptiert nicht, wenn der Gegner besser ist." Nachdem Michael Brasagk (43.) und Heerema (43.) noch einmal für Spannung gesorgt hatten, beseitigte Andre Savage (45.) schnell die letzten Zweifel.

In Hamburg brachte ein Doppelschlag von Pat Kavanagh (10.) und Tyler Beechey (11.) innerhalb von 19 Sekunden in Unterzahl Iserlohn früh auf die Siegerstraße. Robert Hock (29./37.) und Sean Blanchard (39.) erzielten die weiteren Tore. Daniel Sevo gelang nur noch der Hamburger Ehrentreffer (55.). In Mannheim führten die Gäste durch Tore von Stephane Robitaille (17.) und Ex-Nationalspieler Tino Boos (39.) schon mit 2:0, ehe Michael Hackert (53.) und Jason Jaspers (57.) die Verlängerung erzwangen. Rene Corbet erzielte nach 1:38 Minuten der Overtime das entscheidende Tor.

© SID

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