Eishockey Nationalmannschaft
DEB-Team erkämpft Remis gegen Kanada

Den letzten Härtetest vor dem Deutschland-Cup hat die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft bestanden. Gegen Kanada erkämpfte sich die DEB-Auswahl vor 8 500 Zuschauern in Hamburg ein 4:4.

Die Siegesserie der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft unter Bundestrainer Uwe Krupp ist gerissen. Nach sieben Erfolgen hintereinander erkämpfte sich die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) ein 4:4 (2:2, 0:2, 2:0) gegen Kanada und landete damit einen Prestigeerfolg. Debütant Kai Hospelt von den Kölner Haien und der Ingolstädter Yannic Seidenberg (jeweils 59.) erzielten im Schlussdrittel die Treffer zur Punkteteilung.

Dabei verspielte das Krupp-Team einen Tag vor dem Auftakt des Deutschland-Cups sogar einen 2:0-Vorsprung. Die Rekordjagd der deutschen Mannschaft, die erstmals seit 36 Jahren sieben Spiele in Folge gewonnen hatte, ist damit beendet. Die Bestmarke von neun Siegen in Serie aus dem Jahr 1966 bleibt unangetastet.

Vor 8 500 Zuschauern in Hamburg brachten der Nürnberger Alexander Polaczek (2.) und Debütant John Tripp vom ERC Ingolstadt (4.) die DEB-Auswahl früh mit 2:0 in Führung. Doch der Frankfurter Steve Kelly (7.), der Hamburger Brad Smyth (19.), der Mannheimer Francois Methot (31.) und Finnland-Legionär Martin Kariya (38.) trafen für die Ahornblätter.

Die Vorbereitung auf die A-Weltmeisterschaft in Russland (27. April bis 13. Mai 2007) geht für das DEB-Team am Donnerstag mit dem Deutschland-Cup in Hannover weiter. Bei der 17. Auflage des Heimturniers ist Japan (20.00 Uhr) der erste Gegner. Am Samstag (18.00 Uhr/beide live bei Premiere) trifft Krupps Mannschaft dann auf die Schweiz, ehe am Sonntag die Platzierungsspiele den Abschluss bilden. Nur zehn B-Weltmeister von Amiens, die im Frühjahr den sofortigen Wiederaufstieg geschafft hatten, bot Krupp gegen Kanada auf. Torhüter Robert Müller (Mannheim), den Verteidigern Michael Bakos (Ingolstadt) und Frank Hördler (Berlin) sowie den Stürmern Daniel Kreutzer (Düsseldorf) und Sven Felski (Berlin) gönnte der Bundestrainer noch eine Pause.

Dafür gab der frühere NHL-Profi anderen die Chance, sich für die A-WM zu empfehlen, darunter die drei Debütanten Tripp, Hospelt (Köln) und Rene Röthke (Hannover). Als Letzter ins Team gerutscht war Polaczek, den Krupp für den verletzten Florian Busch (Berlin) nachnominiert hatte. Der Nürnberger betrieb gleich mit seinem ersten Tor im vierten Länderspiel Eigenwerbung: Nach einem Schuss des Kölners Lasse Kopitz verlor der kanadische Torhüter Nolan Mcdonald die Orientierung und den Puck aus den Augen, Polaczek staubte zur frühen Führung ab.

Ein Debüt nach Maß feierte der Deutsch-Kanadier Tripp. Ausgerechnet gegen sein Heimatland gelang dem 29-Jährigen im ersten Spiel im DEB-Trikot das erste Tor. Nach dem grandiosen Start des Krupp-Teams benötigten die Kanadier einige Zeit, um richtig ins Spiel zu kommen. Nach dem Anschlusstreffer durch Kelly allerdings bekam Dimitrij Kotschnew im DEB-Tor deutlich mehr Arbeit, die Europa-Legionäre aus dem Eishockey-Mutterland spielten mehr und mehr ihre technische Überlegenheit aus.

Beim Ausgleich durch Lokalmatador Smyth machte der Iserlohner Torhüter ebenso eine unglückliche Figur wie beim 2:3 durch Methot. Danach wurde Kotschnew durch Alexander Jung (Hannover) ersetzt. die Vorentscheidung zu Gunsten der Kanadier gelang Martin Kariya in Überzahl, als Polaczek auf der Strafbank saß.

© SID

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