Eishockey Nationalmannschaft
DEB-Team rehabiltiert sich gegen USA

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft konnte sich mit einem deutlichen 7:2 (2:1, 2:0, 3:1) Sieg gegen die USA rehabilitieren und nach dem Abstieg neue Hoffnung auf eine bessere Zukunft schöpfen.

Die deutsche Nationalmannschaft hat ein Zeichen für eine bessere Zukunft gesetzt. Ein halbes Jahr nach dem Absturz in die Zweitklassigkeit konnte die deutsche Auswahl vor heimischem Publikum beim Auftakt zum Deutschland-Cup einen gelungenen Neubeginn feiern und Mut für Olympia sowie die B-WM im kommenden Jahr schöpfen. Das Team von Cheftrainer Greg Poss setzte sich in Mannheim dank einer couragierten Vorstellung überraschend deutlich mit 7:2 (2:1, 2:0, 3:1) gegen den zweimaligen Weltmeister und Olympiasieger USA durch und erabeitete sich ein Stück des zuletzt verspielten Kredits zurück. Es war der höchste Erfolg gegen die US-Boys seit dem 25. März 1971, als es bei der WM in Bern nach 60 Minuten ebenfalls 7:2 gestanden hatte.

Für Poss, der erstmals Assistent Uwe Krupp an seiner Seite hatte, war der Sieg gegen seine Landsleute nach dem Desaster von Wien zudem ein wichtiger Befreiungsschlag. Das nächste Spiel bestreitet die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) am Freitag (19.30 Uhr) in Hannover gegen die Schweiz.

Trainer Poss stand unter Druck

Die Nürnberger Petr Fical (6.) und Tomas Martinec (15.) sowie der Ingolstädter Björn Barta (27.), Daniel Kreutzer (34., 41.) von den DEG Metro Stars, der Mannheimer Christoph Ullmann (55.) und der Kölner Sebastian Furchner (55.) erzielten die Tore für das DEB-Team und ließen ihren Chefcoach aufatmen. "Wenn es nicht so läuft, ist es normal, dass ein Trainer unter Druck steht. Da muss man durch", hatte Poss unmittelbar vor dem Spiel aus seinem Gemütszustand keinen Hehl gemacht und unmissverständlich gefordert: "Alle müssen ihr Bestes geben."

Im Kölner Torhüter Thomas Greiss sowie Marian Bazany (Düsseldorf), Frank Hördler (Berlin) und Michael Wolf (Iserlohn) hatte Poss gleich vier Neulingen das Vertrauen geschenkt. Zudem kehrte der Frankfurter Michael Bresagk nach fünfjähriger Abstinenz ins Nationalteam zurück. Das Comeback von Robert Hock fiel hingegen aus. Der Hannoveraner sagte wegen Leistenproblemen seine Teilnahme am Turnier ab. Insgesamt standen noch 13 Spieler im Kader, die im Mai bei der WM in Wien abgestiegen waren.

Engagiertes und aggressives National-Team begeisterte Fans

Vor 8 314 begeisterten Zuschauern in der neuen SAP-Arena zeigte das DEB-Team diesmal aber ein ganz anderes Gesicht und agierte von Beginn an engagiert und aggressiv. Lohn war das frühe Tor durch Fical. Auch das Überzahl-Spiel stimmte diesmal. Sowohl Martinec mit einem fulminanten Schuss unter die Latte zum 2:0, sowie Barta und Kreutzer bei seinem zweiten Tor trafen, als die Deutschen mit einem Spieler mehr auf dem Eis waren.

Auf der Gegenseite konnte das US-Team, das ohne seine Profis aus der National Hockey-League (NHL) auskommen musste und sich zum Großteil aus Spielern der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) zusammenstellte, Greiss bei seinem Debüt im deutschen Tor kaum in Verlegenheit bringen. Lediglich mit einigen Undiszipliniertheiten brachte sich das DEB-Team in Gefahr und baute die US-Boys unnötig auf. So traf der Mannheimer Peter Ratchuk (19.) zum 1:2, als zwei deutsche Spieler auf der Strafbank saßen. Das zweite Tor erzielte Verteidiger Brett Hauer (43.).

© SID

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