Eishockey Nationalmannschaft
Saisonstart gegen Tschechen sorgt für Kritik

Heute und Donnerstag testet die Eishockey-Nationalmannschaft gegen den elfmaligen Weltmeister aus Tschechien. Spiele, die den Klubs der DEL ein Dorn im Auge sind. Bundestrainer Uwe Krupp muss heftige Kritik einstecken.

Bereits acht Monate vor der WM in Kanada bittet Bundestrainer Uwe Krupp seine Nationalspieler zum ersten Härtetest - und erntet dafür Kritik aus der Deutschen Eishockey-Liga (DEL). Mit den beiden Länderspielen beim elfmaligen Weltmeister Tschechien startet die Nationalmannschaft heute und am Donnerstag (jeweils 17.30 Uhr) mitten in der heißen Vorbereitung der DEL-Klubs in die Saison.

"Das macht keinen Sinn", meckerte Coach Doug Mason von den Kölner Haien. "Wir brauchen diese Spiele gegen die Topnationen, um uns weiterzuentwickeln", konterte Krupp vor den Tests in Usti und Karlsbad: "Wenn wir sie nicht machen, leidet die Nationalmannschaft darunter. Wir haben ohnehin nur sehr wenig Zeit zur Vorbereitung auf die WM." Um sich mit einem der ganz Großen im Welteishockey messen zu können, hatte der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) den Termin noch vor Saisonbeginn der DEL akzeptieren müssen.

Krupp hat allerdings auch Verständnis für die Reaktion seines Kölner Kollegen. "Ich wäre als Vereinstrainer auch nicht happy", sagte der ehemalige NHL-Star, der seine Spieler bereits am Montag in Karlsbad zusammenzog und am Dienstag zwei Trainingseinheiten absolvieren ließ: "Aber ich denke, es ist für die Klubs zu verkraften, wenn die Spieler dreieinhalb Tage hier sind."

Das sieht Mason anders. "Dass drei meiner Spieler für ein Trainingslager der Nationalmannschaft abgeholt werden, ist abnormal", schimpfte der Holland-Kanadier in der Bild-Zeitung: "Es ist jetzt die entscheidende Vorbereitungsphase auf die Saison für uns. Die Spieler müssen das System lernen. Jetzt fehlen sie mir gleich fünf Tage. Das ist einfach Schei..."



© SID

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