Eishockey NHL
Gretzky legt seine Ämter in Phoenix nieder

Eishockey-Idol Wayne Gretzky hat seine Posten als Cheftrainer und Sportdirektor der Phoenix Coyotes abgegeben. Gretzky nannte die ungeklärten Klub-Besitzerverhältnisse als Grund.

Das kanadische Eishockey-Idol Wayne Gretzky ist am Donnerstag als Cheftrainer und Sportdirektor der Phoenix Coyotes aus der nordamerikanischen Profiliga NHL zurückgetreten. Der beste Spieler aller Zeiten begründete seinen Schritt rund zehn Tage vor dem Saisonstart mit den ungeklärten Besitzerverhältnissen bei dem Klub aus Arizona.

"Das war eine schwierige Entscheidung. Wir haben alle gehofft, dass Anfang dieses Monats eine Entscheidung über die Besitzerverhältnisse fallen würde. Aber diese nimmt offensichtlich mehr Zeit in Anspruch", erklärte "The Great One" auf seiner Internetseite.

Offenbar vermisst der viermalige Stanley-Cup-Sieger mit den Edmonton Oilers die nötige Rückendeckung der Bieter für den bankrotten Klub. "Seitdem die verbliebenen Bieter verdeutlicht haben, dass ich in ihren Zukunftsplänen keinen Platz habe, habe ich General-Direktor Don Maloney gebeten, sich nach einem Nachfolger für mich umzusehen", sagte Gretzky.

Standort bisher nicht geklärt

Vor allem die Standortfrage in dem Bieterwettbewerb ist umstritten. Die Coyotes bleiben zumindest bis Ende der Saison 2009/10 in Glendale/Arizona. Der Milliardär Jim Balsillie erklärte vor der Versteigerung des Teams im Konkursverfahren für den Fall des Zuschlags seinen vorläufigen Verzicht auf einen Umzug. Der Kanadier schloss aber eine Rückkehr der früheren Winnipeg Jets ins Eishockey-Mutterland nach Saisonschluss nicht aus.

Team-Besitzer Jeff Moyes hatte im Mai angesichts eines Millionen-Defizits Konkurs für die Coyotes angemeldet. Anschließend untersagte das Konkursgericht den von Moyes angestrebten Verkauf des Klubs an Balsillie für 212,5 Mill. Dollar, da mehrere bedeutsame Rechtsfragen noch nicht geklärt waren. Für die Coyotes-Auktion hat auch die NHL als Institution ein Gebot abgegeben, um den Umzug des Teams nach Kanada dauerhaft zu verhindern.

© SID

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