Eishockey-WM
Deutsche NHL-Cracks und volle Hallen

Bundestrainer Sturm plant bei der Eishockey-WM mit mindestens drei deutschen NHL-Spielern. Mit dem Kartenvorverkauf ist der DEB sehr zufrieden. Das Turnier wird im Mai in Paris und Köln ausgetragen.
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MünchenDer Deutsche Eishockey-Bund (DEB) rechnet mit einem großen Spektakel bei der Weltmeisterschaft in Köln und Paris (5. bis 21. Mai) und hofft insgeheim auf reichlich NHL-Verstärkung. Bundestrainer Marco Sturm plant mindestens mit einem Trio aus der nordamerikanischen Profiliga: Tobias Rieder aus Arizona, sowie Dennis Seidenberg und Thomas Greiss von den New York Islanders sollen mithelfen, die DEB-Auswahl wieder mindestens bis ins Viertelfinale zu schießen. „Sie wollen alle“, sagte Sturm am Montag in München.

„Klar, die Heim-WM lässt keiner aus. Wenn sie gesund sind, gehe ich davon aus, dass sie kommen“, sagte DEB-Präsident Franz Reindl. Zunächst wollen sie den Profis, die die Playoffs verpasst hatten, eine Pause gönnen. „Das letzte Spiel war erst gestern, die sollen sich erstmal zurückziehen“, sagte Sturm, der in knapp vier Wochen auf noch mehr NHL-Profis bauen könnte, sollten Tom Kühnhackl (Pittsburgh), Philipp Grubauer (Washington), Leon Draisaitl (Edmonton) oder Korbinian Holzer (Anaheim) in der ersten Runde scheitern.

Sturm wollte es sogar nicht ausschließen, WM-Plätze zum Start des Turniers frei zu halten. Sollten alle vier verbliebenen deutschen Spieler die erste Runde überstehen, stünden danach direkte Duelle an, so dass zwei weitere Spieler Anfang Mai verfügbar wären. „Das entscheiden wir dann kurzfristig“, sagte Sturm.

Laut DEB könnten sich die NHL-Stars auf volle Hallen bei der WM freuen. „Wir liegen im Vorverkauf über Plan“, sagte Reindl. „Wir sind aktuell bei 500.000 Karten, die nicht mehr zur Verfügung stehen.“ Die Gesamtkapazität bei allen Spielen der WM (5. bis 21. Mai) liegt bei rund 886 000 Zuschauern. Die beiden organisierenden Verbände kalkulieren mit mindestens 600.000 verkauften Karten.

„Das ist auch kaufmännisch notwendig, dass wir das schaffen. Dann wären wir safe“, sagte Reindl, der auch Präsident des deutschen Organisationskomitees ist. Erwartungsgemäß laufe der Vorverkauf für die deutschen Spiele besonders gut. „Die ersten drei deutschen Spiele sind voll. Da wird es richtig kuschelig und eng“, sagte Reindl.

Bei der bislang letzten Heim-WM 2010 in Köln, Mannheim und Gelsenkirchen waren 548.173 Zuschauer zu den damals 56 Spielen gekommen. In Paris und Köln werden in diesem Jahr 64 Partien ausgetragen. Dafür gibt es diesmal kein Event-Auftaktspiel wie vor sieben Jahren, als alleine 77.803 Zuschauer den deutschen Sieg (2:1 n. Verlängerung) gegen die USA in der Fußballarena auf Schalke gesehen hatten.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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