Eishockey WM
Russland und Kanada stehen im WM-Viertelfinale

Weltmeister Russland setzte sich in der Zwischenrunde gegen Schweden mit 6:5 durch. Vizeweltmeister Kanada konnte gegen Tschechien mit einem 5:1 das Viertelfinal-Ticket lösen.

Weltmeister Russland hat seine Siegesserie bei der WM in der Schweiz fortgesetzt und ist als erstes Team ins Viertelfinale eingezogen. Der Titelverteidiger feierte zum Auftakt der Zwischenrunde in der Gruppe E mit 6:5 (2:2, 1:1, 2:2, 1:0) nach Verlängerung gegen Olympiasieger Schweden seinen 14. WM-Erfolg nacheinander. Die Sbornaja hatte zuletzt im Halbfinale 2007 im eigenen Land gegen Finnland verloren (1:2 n.V.).

Vizeweltmeister Kanada löste vier Stunden später durch einen souveränen 5:1 (3:0, 0:0, 2:1)-Sieg in der Gruppe F gegen Tschechien das Viertelfinal-Ticket. Die NHL-Profis aus dem Eishockey-Mutterland haben damit 21 ihrer letzten 22 WM-Spiele gewonnen, nur im Finale 2008 auf eigenem Eis unterlagen sie dem Erzrivalen Russland (4:5 n.V.).

Schweiz erleidet Rückschlag

Einen Rückschlag auf dem Weg ins Viertelfinale erlitt Gastgeber Schweiz. Nach der 1:2 (0:1, 0:0, 1:0, 0:0, 0:1)-Pleite nach Penaltyschießen gegen Lettland droht der Mannschaft des deutschen Trainers Ralph Krueger in der Gruppe E das Aus nach der Zwischenrunde.

Einen großen Schritt Richtung K.o.-Runde machte dagegen Weißrussland. Der WM-Neunte von 2008 besiegte Norwegen in der Gruppe F 3:2 (0:1, 1:1, 1:0, 1:0) nach Verlängerung und hat nun gute Chancen, erstmals seit 2006 wieder die Runde der letzten Acht zu erreichen.

Kalinin sorgt für Entscheidung

7 465 Zuschauer in Bern sahen ein unterhaltsames Spiel mit ständig wechselnder Führung. Nach dem frühen 1:0 der Schweden durch Rickard Wallin (3.) drehten Ilja Nikulin (12.) und Oleg Saprykin (15.) zunächst das Spiel. Doch Anton Stralman (19.) und Niklas Persson (24.) brachten den Olympiasieger erneut in Führung.

Nach dem 3:3 durch Dmitri Kalinin (28.) traf Kristian Huselius für die Tre Kronor (50.), aber nur 22 Sekunden später glich Sergej Mosjakin (51.) wieder aus. Auch Russland reichte das 5:4 durch Witali Proschkin (58.) noch nicht zum Sieg, weil Huselius 74 Sekunden vor Schluss die Verlängerung erzwang. Nach 4:04 Minuten sorgte Kalinin für die Entscheidung.

Nizivijs verwandelt entscheidenden Penalty

Kanadas Jungstar Steve Stamkos war mit seinen WM-Treffern Nummer vier und fünf (8./14.) der Matchwinner gegen die Tschechen um den enttäuschenden Jaromir Jagr. Shea Weber (18.), Dany Heatley (41.) und Martin St. Louis (50.) erzielten die weiteren Tore. Ales Hemsky (58.) gelang nur noch das Ehrentor. Die Schweizer spielten vor 11 500 Fans zwar gegen die Letten fast 60 Minuten lang Einbahnstraßen-Eishockey, doch nach dem 0:1 durch Martins Cipulis (16.) traf Andres Ambühl erst 91 Sekunden vor Schluss. Den entscheidenden Penalty verwandelte Aleksandrs Nizivijs.

In Zürich-Kloten war Norwegen drauf und dran, wie schon im vergangenen Jahr Kurs auf das Viertelfinale zu nehmen. Nach Treffern von Patrick Thoresen (7.) und des Kölners Mats Trygg (21.) lag der WM-Achte von 2008 schon 2:0 in Führung, doch Alexej Ugarow (23.) und Michail Grabowski (42.) sorgten für den Ausgleich. Ruslan Salei entschied nach 4:35 Minuten in der Verlängerung das Spiel.

© SID

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