Eishockey WM
Tschechien trotz Niederlage im Viertelfinale

Die Tschechische Republik hat trotz der 3:4-Niederlage nach Verlängerung gegen Kanada das Ticket fürs Viertelfinale bei der Eishockey-WM in Russland gelöst. Gleiches gilt für die Slowakei nach dem 4:3 gegen Weißrussland.

Die beiden letzten Tickets fürs Viertelfinale der Eishockey-Weltmeisterschaft in Russland haben die Ex-Weltmeister Slowakei und Tschechien gelöst. Der Titelträger von 2002 zog durch einen 4:3 (1:1, 2:2, 1:0)-Sieg gegen Weißrussland zum siebten Mal in Folge in die Runde der letzten Acht ein. Der elfmalige Champion Tschechien zerstörte durch den Punktgewinn bei der 3:4 (1:0, 1:1, 0:1, 0:1)-Niederlage nach Verlängerung gegen Kanada die letzten Hoffnungen der deutschen Mannschaft auf ein Weiterkommen.

Nur ein Jahr nach dem Wiederabstieg droht dagegen Österreich erneut der Sturz in die Zweitklassigkeit. Die Mannschaft des früheren Ingolstädter Trainers Jim Boni verlor auch ihr zweites Spiel in der Relegationsrunde mit 1:5 (0:1, 0:1, 1:3) gegen Lettland und kann aus eigener Kraft den Klassenerhalt nicht mehr schaffen. Die Balten qualifizierten sich dagegen vorzeitig für die WM 2008 in Kanada.

Russland setzt Siegesserie fort

Seine Siegesserie in Moskau setzte indes Gastgeber Russland fort. Die "Sbornaja" feierte mit 6:3 (2:0, 1:1, 3:2) gegen die Schweiz den 34. WM-Erfolg in Serie in ihrer Hauptstadt. Die Eissputniks der ehemaligen Sowjetunion hatten 1973, 1979 und 1986 alle WM-Spiele in Moskau gewonnen, ihre russischen Nachfolger 2000 in St. Petersburg allerdings mit Rang elf ein Debakel erlebt. Die Mannschaft von Trainer Wjatscheslaw Bykow hat damit in der Gruppe E der Zwischenrunde weiter Platz eins im Visier. Auch Titelverteidiger Schweden ist nach dem 1:0 (1:0, 0:0, 0:0) gegen Finnland noch ohne Punktverlust.

Die Schweizer hatten sich bereits am Samstag durch ein 4:1 gegen Dänemark für das Viertelfinale qualifiziert. Auch Finnland zog durch ein 3:0 gegen Italien in die Runde der letzten Acht ein. Die Tschechen, die am Samstag noch das Bruderduell gegen die Slowakei mit 2:3 verloren hatten, lösten in der Gruppe F 24 Stunden später durch Tore von Marek Zidlicky (14.), Tomas Plekanec (33.) und Rostislav Olesz (47.) das letzte Ticket. Die "Ahornblätter" glichen durch Jay Mcclement (23.), Eric Staal (44.) und Shane Doan (51.) dreimal aus. Das entscheidende Tor erzielte Eric Staal nach nur 23 Sekunden in der Verlängerung.

Viel Mühe für die Slowakei

Die Slowaken taten sich gegen Außenseiter Weißrussland sehr schwer. Selbst eine 3:1-Führung nach Toren von Zdeno Chara (12.) und Marian Gaborik (23., 25.) bei einem Gegentreffer von Alexej Ugarow (16.) reichte zunächst nicht, weil Oleg Antonenko (34.) und Konstantin Kolzow (35.) für den Gleichstand sorgten. Pavol Demitra erzielte den Siegtreffer erst 39 Sekunden vor Schluss, als der Gegner alles auf eine Karte gesetzt und den Torhüter vom Eis genommen hatte.

Die Russen hatten weniger Probleme: Sergej Sinowjew (1.), Ilja Kowaltschuk (14.), Danis Saripow (30.), Andrej Markow (42.), Alexander Frolow (46.) und Pjotr Schastliwij (50.) schossen den ungefährdeten Sieg heraus. NHL-Profi Mark Streit (39.), der gebürtige Kanadier Paul dipietro (43.) und Marc Reichert (52.) trafen für die Eidgenossen. Für Schweden erzielte Johan Akerman (16.) das entscheidende Tor.

Österreich ist auf Schützenhilfe angewiesen

Die Österreicher müssen indes nach ihrer fünften Niederlage im fünften WM-Spiel nicht nur am Montag (10.15 Uhr Mesz) gegen die Ukraine gewinnen, sondern auch lettische Schützenhilfe gegen Norwegen erhalten. Während die Balten durch ihren zweiten Sieg bereits gerettet sind, verpassten die "Wikinger" durch eine überraschende 2:3 (0:1, 2:1, 0:1)-Niederlage gegen die Ukraine den vorzeitigen Klassenerhalt.

Kaspars Daugavins (7.), Aleksandrs Nizirijs (29.), der Krefelder Herberts Vasiljevs (44.), Rodrigo Lavins (48.) und Leonids Tambijevs (50.) besiegelten in Moskau die fünfte Niederlage der Österreicher im fünften WM-Spiel. Mike Stewart hatte zwischenzeitlich auf 1:2 verkürzt (43.). In Mytischtschi sicherten Dimitro Zyrul (15.), Oleg Blagoi (33.) und Jurij Nawarenko (49.) der Ukraine den ersten WM-Sieg. Die Treffer des NHL-Profis Patrick Thoresen (29.) und des Kölners Mats Trygg (39.) reichten den Norwegern nicht.

© SID

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