Eiskunstlauf DM
Dytrt enttäuscht im Kurzprogramm

Der vierte Titel in Folge wird für Annette Dytrt ein hartes Stück Arbeit. Wegens eines enttäuschenden Kurzprogramms liegt sie bei den deutschen Meisterschaften in Berlin nur auf Rang zwei hinter Christiane Berger.

So hatte sich das Annette Dytrt sicherlich nicht vorgestellt. Bei den deutschen Eiskunstlauf-Meisterschaften in Berlin muss sie um ihren vierten Titel in Serie bangen. Nach einem enttäuschenden Kurzprogramm geht die Münchnerin mit 46,72 Punkten nur als Zweite hinter Christiane Berger aus Mannheim (49,20) in die Kür-Entscheidung am Donnerstag (14.30 Uhr). Rang drei nimmt mit 42,34 Zählern Marietheres Huonker aus Senden ein.

Vor nur 500 Zuschauern im Berliner Wellblechpalast drehte Dytrt den dreifachen Flip nur doppelt, zudem kam die 22-Jährige bei einer Schrittkombination zu Fall. Auch choreographisch war die Bundeswehrsoldatin bei ihrem Vortrag zu Bach-Klängen nicht voll auf der Höhe und wirkte verkrampft und ohne Selbstbewusstsein.

Berger beweist Nervenstärke

Ganz anders die letztjährige DM-Dritte Berger, die zum Elvis-Presley-Hit "Heartbreak Hotel" ein fast makelloses Programm ablieferte und nur beim Doppel-Axel zu Fall kam. Der 18 Jahre alte Schützling von Trainerin Karin Stephan, von der Deutschen Eislauf-Union nur im C-Kader geführt, zeigte somit genau die Nervenstärke, die Dytrt zum wiederholten Male vermissen ließ.

"Beim Flip habe ich leider einen Moment zu lange gezögert, beim Sturz bin ich über meine eigene Zacke gestolpert. Eigentlich war ich perfekt vorbereitet und mental gut drauf", sagte die gebürtige Tschechin, die unabhängig von ihrem Abschneiden bei den nationalen Titelkämpfen bereits für die Europameisterschaften im Januar in Lyon qualifiziert ist. Dort muss Dytrt mindestens den achten Platz belegen, um sich das Olympia-Ticket für Turin zu sichern.

Beier/Beier bauen Vorsprung aus

Die Fahrkarte zu den Winterspielen haben auch Christina und William Beier noch längst nicht sicher, doch an der erfolgreichen Titelverteidigung des Geschwisterpaares aus Dortmund bestehen vor der Kür-Entscheidung der Eistänzer am Donnerstag (17.00 Uhr) kaum noch Zweifel. Die Wahl-Oberstdorfer bauten beim Originaltanz zu lateinamerikanischen Rhythmen ihren Vorsprung aus den Pflichttänzen weiter aus.

Mit 83,57 Punkten liegen die Beiers deutlich vor Judith Haunstetter und Arne Hönlein (Augsburg/München) mit 62,80 Zählern sowie den Berlinern Nailia Ziganschina und Alexander Gazsi (62,31). "Wir haben uns auf dem Eis wohl gefühlt und wollen nun auch ein gutes Kürprogramm laufen", meinte Christina Beier. Am Donnerstag greifen jeweils im Kurzprogramm auch der letztjährige WM-Dritte Stefan Lindemann aus Erfurt sowie die EM-Vierten im Paarlauf, Aljona Sawtschenko und Robin Szolkowy (Chemnitz), erstmals ins Geschehen ein.

© SID

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