Eiskunstlauf DM
Savchenko Szolkowy haben DM-Titel im Visier

Bei der Eiskunstlauf-DM haben Aljona Savchenko und Robin Szolkowy vor der Kür ihren sechsten nationalen Titel im Blick. Bei den Herren holte Peter Liebers Gold.

Schlaflos in Oberstdorf: Trotz Jetlag haben die Paarlauf-Weltmeister Aljona Savchenko und Robin Szolkowy ihren sechsten nationalen Titel fest ins Visier genommen. Eine Woche nach Rang drei beim Grand-Prix-Finale im südkoreanischen Goyang ließen die beiden Chemnitzer bei den deutschen Meisterschaften im Allgäu ihrer sehr schwachen Konkurrenz nicht den Hauch einer Chance und können sich in der Kür-Entscheidung am Samstag eigentlich nur selbst schlagen.

Mit 72,68 Punkten lagen die Europameister zu schrillen Hardrock-Rhythmen zur Filmmusik "Lost in space" mehr als deutlich vor den DM-Neulingen Maylin Hausch und Daniel Wende (Oberstdorf/Essen) mit 47,34 Zählern sowie Mari-Doris Vartmann und Florian Just (Düsseldorf/Essen), die nach einem völlig missratenen Programm nur auf 36,82 Punkte kamen.

Liebers entthront Brummer

Die erste Goldmedaille bei diesen nationalen Titelkämpfen holte sich Peter Liebers. Der 20-Jährige gewann die internen Berliner Meisterschaften am Fuße des Nebelhorns mit persönlichem Saisonrekord von 207,78 Punkten vor Titelverteidiger Clemens Brummer (196,31) und Philipp Tischendorf (187,17). Meister und Vize-Meister werden beide von Trainerin Viola Striegler betreut.

In Abwesenheit des verletzten Routiniers Stefan Lindemann (Erfurt) ließ der EM-13. an seinem Sieg nie Zweifel aufkommen. Der dreifache Axel, der ihm im Kurzprogramm noch misslungen war, klappte diesmal einwandfrei und auch die Choreographie zu asiatischer Musik genügte auch höheren Ansprüchen. Der Geschichtsstudent qualifizierte sich durch seinen Erfolg erneut für die europäischen Titelkämpfe im Januar, begleitet wird er nach Helsinki durch Vorjahressieger Brummer.

Einen Tag nach dem vorläufigen Ende der jahrelangen juristischen Streitigkeiten zwischen Trainer Ingo Steuer und der Deutschen Eislauf-Union hatten die beiden Sachsen nur beim dreifachen Wurflutz leichte Probleme. "Aber das hängt eben auch mit der Zeitumstellung zusammen, an Durchschlafen ist im Moment noch nicht zu denken. Trotzdem hat das Programm Spaß gemacht", sagte Szolkowy. Seine in der Ukraine geborene Partnerin ergänzte knapp: "Für Oberstdorf wird es reichen."

Dies galt auch für Peter Liebers, der das mit Abstand schwierigste sportliche Programm zeigte und bei der EM eine Top-Ten-Platzierung anstrebt. "Das ist mit der Leistung von Oberstdorf bestimmt drin. Es zahlt sich jetzt aus, dass ich einen guten Saisonaufbau hatte. Meine Gesamtstabilität ist angestiegen", sagte Liebers, dessen älterer Bruder Martin nach vier dritten Plätzen diesmal mit Rang vier zufrieden sein musste.

Dytrt dominiert das Kurzprogramm

Bei Annette Dytrt trug die gemeinsame Arbeit mit ihrem neuen Trainer Michael Huth erste Früchte. Die 25 Jahre alte Lokalmatadorin präsentierte das mit Abstand beste Kurzprogramm und distanzierte mit 59,88 Punkten Titelverteidigerin Sarah Hecken aus Mannheim (50,12) und die Berlinerin Constanze Paulinus (49,96) klar und deutlich. In dieser Verfassung ist der gebürtigen Tschechin der fünfte nationale Titel bei der Kür-Entscheidung am Samstag (13.00 Uhr) kaum noch zu nehmen.

"Das Eislaufen macht mir wieder richtig Spaß, ich fühle mich im Oberstdorfer Team sehr wohl", sagte die Blondine, zu deren Trainingsgefährten die Europameister Tomas Verner aus Tschechien und Carolina Kostner (Italien) gehören. Coach Huth ergänzte: "Annette hat in den vergangenen Monaten viel und gut gearbeitet. Sie hat zum richtigen Zeitpunkt die richtige Leistung gebracht, darüber freue ich mich."

© SID

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