Eiskunstlauf EM
Olympiatraum droht für Beiers zu zerplatzen

Für Christina und William Beier rücken die Olympischen Spiele in immer weitere Ferne. Bei der Eiskunstlauf-EM in Lyon liegen die Geschwister momentan mit Platz zwölf im Eistanz hinter der Norm für Turin.

Der Weg zu den Olympischen Spielen in Turin soll für Christiana und William Beier über Lyon führen. Über die Eiskunstlauf-EM kann sich das Geschwisterpaar dort für Olympia qualifizieren. Nach einem Strauchler von William im Originaltanz belegen sie weiterhin den zwölften Platz (74,03 Punkte) im Eistanz, der Abstand zur Olympianorm (Platz elf) ist allerdings angewachsen.

"Ich war in einer etwas ungünstigen Position und bin dabei über meine Zacke gestolpert", meinte der 23-Jährige und ärgerte sich über seinen Patzer, nachdem er mit seiner Schwester bislang ohne jeden sichtbaren Fehler durch den olympischen Winter gekommen war. Christina wunderte sich nur über den Zeitpunkt des kleinen Aussetzers: "An dieser Stelle ist eigentlich noch nie etwas passiert."

Um doch noch die Turin-Norm zu schaffen, müssen die Schützlinge von Trainer Martin Skotnicky bei der Kür-Entscheidung am Freitag (18.30 Uhr/live bei Eurosport) auf einen eigenen fehlerfreien Vortrag und Probleme bei der Konkurrenz hoffen. "Nach vorne zu kommen, wird jetzt ganz schwer", orakelte die Sportsoldatin, ihr Bruder gab sich kämpferisch: "Wir werden alles geben."

Titelverteidiger vorne

Das taten im Palais des Sports von Lyon auch die Titelverteidiger Tatjana Nawka und Roman Kostomarow, die mit einem Programm zu lateinamerikanischen Klängen und 99,00 Punkten die Spitze vor den nach dem Pflichttanz führenden Ukrainern Jelena Gruschina und Ruslan Gontscharow (97,61) übernahmen. Dritte sind Margarita Drobiazko und Povilas Vanagas (95,29), die nach fast vierjähriger Wettkampfpause sofort wieder Anschluss an die Weltklasse gefunden haben.

Beier-Coach Skotnicky bekam beim Beobachten der Top-Paare glänzende Augen, kritisierte aber angesichts der schwierigen Ausgangsposition seines Duos die Nominierungskriterien des Nationalen Olympischen Komitees. "Wenn alle Länder solche Maßstäbe anlegen würden, würden in Turin höchstens acht Paare an den Start gehen", monierte der Slowake.

© SID

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